Der HC Sierre, Aufsteiger in die MySports League, bestätigte im bisherigen Saisonverlauf seine Ambitionen.  So befanden sich die Walliser vor dem Spiel punktgleich mit Huttwil an der Tabellenspitze. Nach den erfolgreichen letzten Spielen scheint Albert Malgin die idealen Formationen gefunden zu haben. Basel trat in unveränderten Aufstellung an. Einzig Hofmann war nicht dabei.

Dass beide Mannschaften diese Saison erstmals aufeinandertrafen, merkte man insbesondere dem EHC zu Beginn an. Man verhielt sich zunächst vorsichtig und abwartend. Mit dem ersten Abschluss von Büsser nach fünf Spielminuten änderte sich dies. Basel wurde offensiver und hatte in einem ausgeglichenen ersten Abschnitt die besseren Tormöglichkeiten.

Erwähnenswert dabei der Pfostenschuss von Lanz in der 6. Minute sowie das Kunststück von Schir, als er nach einem Zuckerpass von Vogt den Stock zwischen die Beine nahm und die Hartgummischeibe fast an Giovannini vorbei brachte. Doch auch die toll herausgespielten Chancen wie der Ablenker von Gfeller sowie die Abschlüsse von Lehner und Tuffet hätten einen Treffer verdient.

Basel dominiert

Auch im Mitteldrittel boten die Basler Spieler Sierre nicht nur Paroli, sie dominierte die Gäste sogar. Zunächst hatten Gfeller und Rattaggi ihre Farben bereits in Führung bringen müssen. Es brauchte jedoch die Schusskraft von Marois, dessen Geschoss knapp am Tor vorbeiging, von dort aber den Weg zurück zu Sahli findet, von dessen Körper der Puck ins Tor rollt.

Der Ausgleich von Sierre fiel überraschend. Nach einem Scheibenverlust an der blauen Linie zog Wyssen alleine los und schoss kaltblütig den Ausgleich. Basel liess sich vom Gegentreffer nicht beeindrucken und spielte weiter mit schönen Spielzügen nach vorne. Pozzorini und Sahli waren bereits Nahe an der abermaligen Führung, welche in der 36. Minute im Powerplay Tatsache wurde. Einen satten Quepass von Tuffet schloss Rattaggi mit einem Direktschuss ab.

Basel nun mit grosser Euphorie und Pech durch einen Lattentreffer von Tuffet. Das 3:1 fiel dann doch noch und auf kuriose Weise. In der Angriffsauslösung blieb der Puck am den zuvor von Schnellmann verlorenen und auf dem Eis liegenden Stock hängen. Schir reagiert am schnellsten, verwertet gekonnt.

Hoch verdienter Sieg

Die Walliser waren nun im Schlussdrittel gefordert. Die starke Basler Defensive inklusive Torhüter Haller hielt jedoch den Angriffsbemühungen stand. Auch Offensiv überzeugten die Basler weiterhin mit schön anzusehenden Spielzügen. Eine davon führte zum Verletzungsbedingten Ausscheiden von Torhüter Giovannini, als Gfeller nach einem Sololauf von einem Verteidiger in den Torhüter gestossen wurde.

Knapp zwei Minuten vor Schluss kam dann nochmal etwas Spannung auf, als Schir die Scheibe an der Bande blockiert hatte und dafür eine Strafe kassierte. Der ehemalige Basler Trainer Dany Gelinas reagierte und nahm seinen Torhüter für einen sechsten Feldspieler raus. Basel überstand auch diese letzte Prüfung gekonnt und gewinnt hochverdient mit 3:1.

Bevor der EHC Basel am nächsten Samstag um 19:00 Uhr in Martigny gegen HC Valais Chablais I antritt, findet am Dienstag um 20:15 Uhr das Qualifikationsspiel für den Schweizer Cup gegen den EHC Wiki-Münsingen statt.