Schwingen
Duftmarke am Aargauer Kantonalen gesetzt: Erb und Thoenen immer stärker

Michael Gschwind kämpfte am Aargauer Kantonalen in Möhlin um den Festsieg. Letzterer ging an die Aargauer Mario Thürig und Christoph Bieri.

Wolfgang Rytz
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Starke Leistung: Roger Erb war auf Rang 2b der beste Baselbieter am Aargauer Kantonalen in Möhlin. Rytz

Starke Leistung: Roger Erb war auf Rang 2b der beste Baselbieter am Aargauer Kantonalen in Möhlin. Rytz

Michael Gschwind haderte am Ende des Aargauer Kantonalen in Möhlin mit seinem Schicksal. Er erhielt ein sehr strenges Pensum auferlegt. Mit der abschliessenden Niederlage gegen den Solothurner «Eidgenossen» Bruno Gisler fiel er auf Rang 3h zurück. Nach fünf Durchgängen hatte er gar für den Schlussgang zur Diskussion gestanden. Doch für diesen erhielt bei gleicher Punktzahl Christoph Bieri den Vorzug, der zum Auftakt Gschwind geschlagen hatte. Die Zuteilung Gislers zum Abschluss war deshalb eine harte Nuss. Diese knackte der frisch verheiratete Hofstetter nicht. Gisler warf ihn nach kurzem Kampf mit einem Hüfter platt auf den Rücken und sicherte sich damit den dritten Lebendpreis.

Stattdessen nützte Roger Erb die Gunst der Stunde. Er hatte im zweiten Durchgang einzig gegen Bieri verloren. Zuletzt fackelte er mit dem Aargauer Samuel Schaffner nicht lange. Schon im ersten Zug wuchtete er diesen satt auf den Rücken und rückte dank der Maximalnote hinter Gisler auf Rang 2b vor. Der Metzerler, der sich im März noch den Ellbogen ausgerenkt hatte, zeigte damit auf, dass er im Hinblick aufs «Eidgenössische» in Burgdorf über Perspektiven verfügt.

Dies trifft auch auf Henryc Thoenen zu. Der für den Baselstädtischen Verband schwingende Binninger kommt nach zwei Kreuzbandrissen langsam wieder in Fahrt. Mario Thürig trotzte er im fünften Gang mit hartnäckiger Verteidigung ein Remis ab. Zum Schluss besiegte er den Lokalmatador Lukas Schlachter souverän. Der dritte Baselbieter Kranzgewinn ging aufs Konto von Routinier Christophe Löw. Der 34-jährige Itinger verdiente sich das Eichenlaub dank eines abschliessenden Erfolges über den Aarauer Mathias Studinger.

Am Ende des resultatlos verlaufenen Schlussganges sorgte das Kampfgericht für ein Happy End. Christoph Bieri erhielt für seine angriffige Schwingweise die Note 9,00. Sein Kontrahent Mario Thürig dagegen für seine mehrheitlich defensive Einstellung nur 8,75 Punkte. Damit beanspruchte zwar Thürig den imposanten Holstein-Siegermuni «Lewis» für sich, doch Christoph Bieri konnte sich ebenfalls als Festsieger gratulieren lassen. Der Untersiggenthaler, der inzwischen in Aarwangen wohnt, zeigte sich damit hochzufrieden. Dies da der der nunmehr 39-fache Kranzfestsieger während des ganzen Tages seine Fussverletzung spürte, die er sich vor einer Woche in Beromünster zugezogen hatte.

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