In einem Spiel auf Augenhöhe gab schlussendlich Basels Effizienz im Powerplay mit 50% Erfolgsquote  sowie ein abermals starker Rückhalt Damian Osterwalder im Tor den Ausschlag für die drei Punkte.

«Wir haben ein paar Sachen im Powerplay angepasst. Das scheint momentan gut zu funktionieren und gibt dadurch Selbstvertrauen», so Trainer Reto Gertschen nach dem Spiel. Auch augenscheinlich, da mehr Betrieb als noch zu Beginn der Saison vor dem gegnerischen Tor herrscht.

Für Leandro Gfeller mit ein Grund für sein Tor zum 2:0, da der Torhüter seinen Schuss nicht gesehen hat: «Grosser Dank denen, die vor dem Tor Drecksarbeit gemacht haben.» Er sieht dies, neben den vermehrten Schüssen, als ein Schlüssel zum Erfolg.

Vorsichtiges erstes Drittel

Im ersten Drittel sah noch nicht viel nach Toren aus. Beide Mannschaften agierten vorsichtig und zurückhaltend und konzentrierten sich auf die defensive Stabilität. Meistens war bereits vor dem Eindringen in das Angriffsdrittel Schluss. 

Die erste Basler Möglichkeit hatte Isler nach 11 Minuten. Für Gertschen anders als vorgesehen: «Wir haben vorgehabt voll aufs Gaspedal zu drücken, wurden jedoch durch die drei Strafen gegen uns zurückgebunden. Der Rhythmus war dadurch gebrochen.» Die Gäste kamen in ihren Überzahlsituationen jedoch zu praktisch keinen Tormöglichkeiten.

Die erste sehr gute  Möglichkeit im Mitteldrittel hatte Jann Falett, von 2009 bis 2012 auch für drei Saisons in der NLB für Basel auf Torejagd. Er scheiterte jedoch wie andere seiner Kollegen an einem formstarken Damian Osterwalder. Der Basler Torhüter war auch Ursprung des ersten Basler Tores.

Nach einer spektakulären Parade wurde er mit dem Kopf am Boden liegend mit dem Schlittschuh von Röthlisberger nassgespritzt. Dies ahndete Schiedsrichter Aegerter als unsportliches Verhalten. Die Überzahl konnte Basel durch Cola zum Führungstreffer nutzen.

Der Big Save von Osterwalder

Kurz danach doppelte Gfeller nach. Vor dem Ende des Mitteldrittels hatte Dübendorf nochmals eine Riesenmöglichkeit zum Anschlusstreffer. Osterwalder mit einem «Big Save» hatte was dagegen.

Die Bemühungen der Gäste bekamen bereits Anfang des Schlussdrittels einen Dämpfer. Eine Strafe gegen Dübendorf konnte Basel abermals zu einem Tor nutzen. Jeyabalan lenkte einen Slaphot von Gurtner unhaltbar für Trüb ab.

Dübendorf reagierte mit wütenden Angriffen und verkürzte zwei Minuten später durch Röthlisberger zum 3:1. Jetzt war Tempo im Spiel. Die Zürcher drückten auf das Tor von Osterwalder. Basel blieb jedoch mit ihren schnellen Gegenangriffen stets gefährlich. Ein solcher Konter schloss Spreyermann Sekunden vor Schluss, als Trüb bereits durch einen 6. Feldspieler ersetzt wurde, zum 4:1 Schlussresultat ab.

Gfeller als Sieg-Garant

Mit einem Tor und einem Assist sowie weiteren guten Aktionen war Leandro Gfeller bei diesem Spiel mit ein Garant für den Sieg. Zu Beginn der Saison noch als Verteidiger eingesetzt, verstärkt er seit einigen Spielen den Sturm:

«Wir haben wenig Tore geschossen. Da meinte der Trainer, ich solle es mal vorne versuchen. Ich kenne dies ja auch, weil ich ja gelernter Stürmer war. Es braucht zwar noch etwas Anpassung, bin aber auf einem guten Weg.»

Ein weiterer Garant war abermals Goalie Damian Osterwalder. Für Gfeller der wichtigste Spieler der Mannschaft: «Damian hält uns im Spiel. Aus Teamsicht wäre gut, wenn wir ihn nicht so viel beanspruchen würden. Er macht jedesmal ein super Spiel. Da muss man ihm ein Kränzchen winden.»

Sehr viel beanspruchen wird man ihn sicher wieder am nächsten Samstag, wenn der EHC Basel auswärts auf den Leader HC Sion-Nendaz 4 Vallées trifft. Hoffentlich wieder dabei auch Sandro Brügger, der gegen Dübendorf verletzt fehlte. Gemäss dem Arzt kann er Morgen wieder mit dem Eistraining beginnen.