Gegenüber den letzten Testspielen gab es einige Veränderungen in der Linienzusammensetzung der Basler. Schir spielte für Lanz in der ersten und Lehner für Schnellmann in der dritten Sturmlinie. Leandro Gfeller half aufgrund der verletzungsbedingten Absenzen in der Verteidigung aus.

Der EHC Basel begann sehr offensiv. Bereits in der 3. Minute wurde dies belohnt, als Schnellmann sich durchkämpfen und Dietrich aus kurzer Distanz vollenden konnte. Kurz darauf traf Tuffet nur den Pfosten. In der Folge fanden die Berner besser ins Spiel und hatten ihrerseits mehrere Möglichkeiten auszugleichen. Guggisberg zeigte sich jedoch in dieser Phase als sicherer Rückhalt. Dietrich, Vogt und Hrabec hatten dann gegen Drittelsende ihrerseits noch gute Möglichkeiten, die Führung auszubauen.

Zu viele Powerplaytore

Besser in die Gänge kamen im Mitteldrittel die Gäste. Zuerst traf Bruni den Pfosten. Die anschliessende Strafe gegen Basel nutzte Lüdi zum Ausgleich. Nur Sekunden später stellte Lehner nach einem idealen Rückpass von Hrabec den alten Vorsprung wieder her. Dumme Basler Strafen ermöglichten den Gästen, mit drei Powerplaytoren die Partie im Mitteldrittel zu ihren Gunsten zu drehen.

Auch Basel bot in diesem Drittel die Möglichkeit, fast vier Minuten am Stück mit einem Mann mehr zu spielen. Zu oft versuchte man sich dabei mit Weitschüssen, kam nicht so recht hinter die gegnerische Verteidigung und hatte selten einen Mann vor dem gegnerischen Torhüter. So musste man mit einem Rückstand den letzten Abschnitt in Angriff nehmen.

Eine Strafenflut

Für den ersten Aufreger im Schlussdrittel sorgte zwar Wiki-Münsingen mit einem Pfostenschuss, der erste Treffer gelang aber dem Heimteam durch Tuffet 10 Minuten vor Spielende mit einem Drehschuss. Dies war der Startschuss zu einer Schlussoffensive der Basler. Nun rollte ein Angriff nach dem anderen Richtung Wikis Torhüter Zaugg.

Die Highlights im Video

Zunächst scheiterten Tuffet und Vogt, bis ein schneller Angriff über Marois durch einen herrlichen Abschluss von Lanz den Ausgleich brachte. Gegen Ende der regulären Spielzeit wurde das Spiel gehässiger. Eine Strafenflut auf beiden Seiten führte dazu, dass Basel die Verlängerung in Überzahl beginnen konnte. Dabei zeigte sich Nick Marois mit seinem unhaltbaren Schuss sehr treffsicher.

Das erste Meisterschaftsspiel in der MySports League findet am Samstag, 15. September um 17:30 Uhr statt. Die Mannschaft wird nun die Trainings nutzen, um sich optimal auf den Ernstkampf gegen Wiki-Münsingen vorzubereiten. Im Fokus wird dann sicher auch das Unter- und Überzahlspiel stehen, welches noch einiges Verbesserungspotenzial hat.