45 Minuten Theorie und 75 Minuten Eistraining reichten dem neuen Coach sowie Sportchef und Assistent ad interim Oliver Schäublin, um bei der Mannschaft die erhofften Impulse zu setzen: «Ich habe Theorie gemacht, Inputs gegeben und diese versucht so einfach wie möglich zu halten. Das Hockeyrad kann man ja nicht neu erfinden», so ein glücklicher Reto Gertschen am Schluss des Spiels.

Diese sind offenbar auf offene Ohren gestossen. In neuer Linienzusammensetzung startete Basel überzeugend in die Partie. Thomas Gass vertrat dabei den weiterhin verletzten Damian Osterwalder im Tor. Ein Angriff nach dem anderen rollte Richtung Burgdorfer Tor. Das im Training geübte Tempospiel in die Tiefe wurde von der Mannschaft gut umgesetzt.

Doch erst Timothé Tuffet gelang in der 13. Minute mit einer schönen Einzelleistung der überfällige Führungstreffer. Als kurz darauf Ciryll Voegelin alleine vor Delb auftauchte und das 2:0 erzielte, war der Gäste-Coach Patric With bereits gezwungen, sein Timeout zu nehmen. Dieser kleine Unterbruch sorgte tatsächlich für eine Besserung im Spiel der Berner. Eine Sekunde vor Ende traf dann Mühlemann im Powerplay zum Anschluss.

Burgdorf kam dann auch besser aus der Drittelspause. Die Berner hatten ihr System umgestellt, standen nun höher und näher bei den Baslern. Es dauerte einige Zeit, bis sich Basel darauf eingestellt hatte: «Wir versuchten die Angriffsauslösung über die Mitte, was nicht gut funktioniert hat, so Gertschen. Das liegt auch daran, dass die Mannschaft vom Selbstvertrauen her noch nicht da ist, wo wir es gerne hätten. Wir haben das Drittel dann überstanden und das dritte Tor von Tuffet hat uns natürlich Luft gegeben.»

Nachdem in der 33. Minute Spreyermann nur den Pfosten traf, erzielte Manco praktisch im Gegenzug den Ausgleich für Burgdorf. Mit dem Führungstreffer von Tuffet kurz vor Ende des Mitteldrittels konnte  Basel mit der psychologisch wichtigen Führung in die letzten 20 Minuten gehen.

Dort zeigte das Heimteam fast  wieder das Gesicht des Startdrittels. Mit einem Doppelschlag innerhalb von drei Minuten durch Niccolo Mombelli und Leandro Gfeller im Powerplay war die Entscheidung gefallen. Nachdem Gass kurz vor Schluss  eine Glanzparade zeigte, traf  Flavio Cola im Gegenzug zum Endstand ins leere Gehäuse.

Für Reto Gertschen war dann auch die wichtigste Erkenntnis, «dass die Mannschaft Hockey gespielt hat, auch wenn im zweiten Drittel nicht das umgesetzt wurde, was ich erwartet habe.» Das nächste Spiel findet erst am Dienstag, 7. Januar, um 20:15 Uhr in Interlaken statt. Damit hat der Tainer für die Detailarbeit einige Trainingseinheiten mehr zur Verfügung. Denn wie er zum Schluss noch erwähnte: «Es wartet noch viel Arbeit auf uns.»