Eishockey

EHC Basel Sharks feiern den vierten Sieg in Serie

Jubel beim EHC Basel über den vierten Sieg in Serie.

Jubel beim EHC Basel über den vierten Sieg in Serie.

Die Basel Sharks siegen gegen Red Ice Martigny zum vierten Mal in Folge und finden Anschluss ans Mittelfeld. 20 Minuten lang zeigten die Basler eine ungewohnte Gala, der Rest war ein «Chrampf».

Selbstbewusst und diszipliniert: Basel nahm von Beginn weg das Heft in die Hand. Martignys osteuropäische Feuerkraft – vom Generaldirektor, dem Sportchef, dem Trainertrio bis hin zu einem grossen Teil des Kaders ist der Unterwalliser Klub fest in russischer Hand – kam praktisch nie zur Geltung.

Defensiv offenbarten die Gäste eklatante Mängel, allen voran Torhüter Reto Lory, zu Beginn der Saison der Shooting Star im Team von Trainer Pjotr Malkow: Der 25jährige Berner muss die beiden ersten Treffer klar auf seine Kappe nehmen. Marco Müller und Cyrille Scherwey profitierten von Abprallern und fehlender Unterstützung durch die zum Teil lendenlahmen Verteidiger. Fehler, die Martignys Torhüter in der Folge mehrfach wieder gutmachte, unter anderem auch in der 25. Minute, als er den allein auf ihn zustürmenden Basler Topskorer Brandon Buck stoppte.

Kein Leichtsinn nach Siegesserie

Diese Phase der (eklatanten) Überlegenheit zauberte ein Lächeln auf das Gesicht von Basel-Trainer Dino Stecher, die folgenden beiden Drittel machten aus dem süssen jedoch ein saures Lächeln: «Wir können es uns nach wie vor nicht leisten, auch nur fünf Prozent weniger diszipliniert zu spielen, dann wird aus einem Spiel, in dem wir überlegen sind, ein unnötiger «Chrampf».» Stecher sprach von Leichtsinn, den er nicht dulden werde. Trotz oder gerade auch nach vier Siegen in Folge.

Rossi trifft in Unterzahl

Basel blieb zwar auch im Mitteldrittel die spielbestimmende Mannschaft, kreierte Chance nach Chance, doch sobald die Sharks ihr körperliches Engagement ein wenig herunterschraubten und den Erfolg mit rein spielerischen Mitteln suchten, fanden Martignys technisch versierte und schnelle Osteuropäer – allen voran die erste Linie mit Witali Lachmatow, Ewgeni Schiriajew und Igor Michailow – Raum und Zwit für ihr Kombinationsspiel. Die beiden Russen waren im Powerplay auch für Martignys ersten Treffer besorgt. Kurz zuvor und kurz danach schoss Basel allerdings zwei wegweisende Treffer: Rossi traf in Unterzahl, Wittwer schloss einen Bilderbuch-Konter zum 4:1 ab.

Die gefährliche Mischung aus zu lascher Spielkontrolle und einem Abbau im Körpereinsatz hätte im Schlussdrittel auch ins Auge gehen können – Martigny kam auf und spielte endlich so, wie man es erwartet hätte. Doch die beiden SCB-Leihgaben Marco Müller und Julian Schmutz stellten den Drei-Tore-Abstand wieder her.

Für Marco Müller, nach seinen zwei Toren zum besten Spieler gewählt, werden Tor-Doubletten «fast schon zur Gewohnheit», wie er lächelnd zu Protokoll gab. Der letzte Doppelpack ist nur wenige Tage alt und gelang ihm mit der U20-Nati gegen Deutschland. Müller führt seine aufsteigende Formkurve darauf zurück, dass «ich mehr Eiszeit kriege und mehr Verantwortung übernehmen kann.»

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