Eishockey
EHC Basel Sharks gewinnen Zitterpartie letztlich klar

Der EHC Basel Sharks startete gut in die Partie gegen Thurgau und musste trotzdem zittern. Am Schluss konnten sie das Spiel für sich kehren. Mit dem 7:4 gegen Thurgau gelingt den Basel Sharks der vierte Sieg in Folge.

Michael Schenk
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Wieder mit SCB-Verteidiger Dominic Meier empfingen die Basel Sharks den ambitionslosen HC Thurgau zum viertletzten Qualifikationsrundenspiel. Obwohl bis gestern noch mit einer theoretischen Playoff-Chance versehen, war auf der Homepage des HCT schon vor einer Woche zu lesen: «Das Ziel der Playoff-Teilnahme hat der HC Thurgau diese Saison nicht erreicht.»

Entsprechend wurde zuletzt alles, was vom HCT NLA-aushilfstauglich ist, mit B-Lizenzen «verschachert». Ergo musste die Devise der Ostschweizer lauten: Ja nicht aus Versehen die winzige Chance packen, und mit einer finalen Siegesserie doch noch in die Playoffs einziehen.

Aus Basler Sicht hiess das: Wer als qualifiziertes Playoff-Team eine solche Equipe aus «Mostindien» nicht besiegt, der hat echt ein Problem. Die Sharks haben diesbezüglich keines: Das Team von Coach Dany Gelinas löste die Aufgabe, wenn auch mitnichten fehlerfrei, und gewann 7:4.

Vom 3:0 zum 3:3

Spätestens nach dem 3:0 von Schnyder 76 Sekunden nach Beginn des Mitteldrittels schien der Sieg der Sharks besiegelt. Erst recht, als Hüne Nüssli später seinen Penalty geradezu kuschlig verschoss. Jeder Junggeselle schiebt seine Tiefkühl-Pizza zehnmal dynamischer in den Ofen als Nüssli versucht hat, den Puck an Basels Keeper Pfister vorbei zu schubsen.

Doch dafür, dass man sie auf der eigenen Homepage längst abgeschrieben hat, wehrten sich die Thurgauer wacker. Innert 71 Sekunden verkürzten Brem und Trachsler auf 2:3. Topskorer Küng sorgte in Überzahl gar für den zeitweiligen Ausgleich.

Wenn das Mitteldrittel das maximale Leistungsvermögen der Sharks widerspiegelt hätte, dann wären die Playoffs für die Nordwestschweizer schneller vorbei als die Fasnacht. Ungenauigkeiten und fehlender Körpereinsatz da, Stellungsfehler, null Tempo und «blinde Post» für den Mitspieler dort. Dass die Ostschweizer in diesem Mitteldrittel «nur» drei Treffer erzielten, war nett. Roy just vor der zweiten Pause und Bonnet mit einem Powerplaytreffer kurz nach Beginn des dritten Abschnitts sorgten schliesslich für die Entscheidung zugunsten der Sharks.

Verwirrung um B-Lizenzen

Was die Personalfrage angeht, sieht es nach neusten Recherchen der Sharks bezüglich des kryptischen B-Lizenz-Reglements so aus, dass nicht der 31. Januar Matthäi am Letzten ist. Dominic Meier und Stürmer Stefan Mäder (von den SCL Tigers) sollen die Qualifikation theoretisch für Basel zu Ende spielen können.

Allein der erste Playoff-Einsatz sei entscheidend, ob Meier und Mäder die Saison für die Sharks, respektive den SCB und die Tigers beenden. Andererseits werden Schirjajew (Gottéron), Voegele und Weisskopf (beide SCB) nicht die einzigen Basler bleiben, die mit B-Lizenzen nach einem allfälligen Playoff-out dann in der NLA aushelfen könnten.