Die EHC Basel Sharks haben auch ihr zweites Spiel der Viertelfinalserie gegen den SC Langenthal verloren. Im gestrigen Heimspiel verlief es mit einer 2:5-Niederlage zumindest etwas knapper.

«Vollgas!» stand gross und deutlich auf dem Transparent vor der Basler Fankurve in der St. Jakob-Arena in Anspielung auf den schwachen Auftritt bei der 0:6-Niederlage im ersten Spiel in Langenthal.

Auch vor eigenem Anhang kamen die EHC Basel Sharks aber nicht auf Touren und verloren das erste Heimspiel der Best-of-7-Serie mit 2:5.

Verspäteter Anpfiff

Nach einem um zehn Minuten verschobenen Start, weil die Unparteiischen beim Belchen-Tunnel hängenblieben, gaben die Basler in der Tat kurzzeitig Vollgas. Kim Scheidegger, der einheimische Verteidiger, der nach acht Jahren in der 1. Liga wieder in die NLB zurückgekehrt ist, erzielte seinen zweiten NLB-Treffer der Saison. Nach zweieinhalb Minuten ging sein Weitschuss via Pfosten ins Tor und Marc Eichmann war erstmals in dieser Serie bezwungen.

Da war die Sharks-Welt noch in Ordnung. Doch nur 29 Sekunden später verfielen die Basler in die Lethargie des Sonntagsspiels. Plötzlich reihten sich in der Abwehr Fehler an Fehler und der über weite Strecken der Saison sichere Lorenzo Croce konnte im Tor des EHC Basel nicht mehr den Unterschied machen, wie in so manchem Spiel.

Brent Kelly war es, der quasi mit dem nächsten Anspiel zum Ausgleich traf. Fünf Minuten später ging ein weiterer Distanzschuss in die Maschen, diesmal vom Viertlinien-Stürmer Dominic Hobi. Der 20-Jährige kam an den Puck, weil Jewgeni Schirjajew ihn an der Bande im Abwehrdrittel leichtfertig verlor, und drückte einfach ab. Zwei Minuten später erhielt er nach einem Rückpass erneut Schussgelegenheit und bezwang Croce wieder mit einem Weitschuss. In der 17. Minute entwischte dann auch noch Thomas Dommen. Der mitgelaufene Pascal Wittwer konnte ihn nicht mehr an der Schussabgabe hindern und so stand es nach einem Drittel 4:1 für die Oberaargauer.

Einfach zu wenig

Einen solchen Rückstand wettzumachen, waren die Basler nicht in der Lage. In der 33. Minute versuchte es zwar Julien Bonnet. In doppelter Überzahl scheiterte der Verteidiger zuerst an der Latte, doch mit einem weiteren Schuss von der blauen Linie gelang ihm der Anschlusstreffer.

Im Schlussdrittel wären zwar die Chancen durch zwei Powerplays da gewesen für die Basler, doch ihnen gelang gestern schlicht und einfach zu wenig. Marc Kämpf machte dafür mit einem Kontertor in der 50. Minute alles klar für den SCL.

Im nächsten Spiel am Freitag stehen die Basler bereits mit dem Rücken zur Wand, bevor sie am Sonntag (16 Uhr) Langenthal zum zweiten und schlimmstenfalls letzten Heimspiel der Playoffs empfangen.