Es war definitiv keine Lehrstunde für Stürmertalente, was die beiden Mannschaften auf der Kunsteisbahn Küsnacht boten. Reihenweise scheiterten die jungen und erfahreneren Spieler beider Mannschaften am Abwehrriegel des Gegners. Selbst der seit dieser Woche bei den GCK Lions spielende Slowake Juraj Kolnik, der ehemalige NLA-Topskorer von Genf-Servette, sorgte nach seiner langen Verletzungspause kaum für Gefahr. Auch bei den Baslern konnten die Ausländer keine Akzente setzen wie in den letzten zwei Spielen, als sie punktelos blieben.

Die Differenz machten am Ende die Verteidiger, denn alle drei Tore fielen nach Schüssen aus der hinteren Reihe. Herausragend waren bis kurz vor Schluss die Torhüter. Sowohl Lorenzo Croce bei den Baslern wie auch der U20-Nationalgoalie Tim Wolf bei den GCK Lions hatten die Pucks im Griff. Sie strahlten Ruhe aus, auch wenn es vor ihren Toren zwischendurch brenzlig wurde und Gegner für regen Verkehr sorgten.

Im Schlussdrittelversuchten beide Teams vorne nochmals einen Gang höher zu schalten. Die Basler liessen aber auch ihr viertes Powerplay ungenutzt, nachdem sie im Mitteldrittel kurzzeitig gar mit zwei Spielern mehr auf dem Eis standn. Doch dann landete der Puck plötzlich doch noch im Netz. Der Verteidiger Olivier Schäublin gab in der 57. Minute einen an sich harmlosen Schuss auf Wolf ab, doch Gartmann hatte noch seine Stockschaufel dran und fand dabei die kleine Lücke im Tor. Hatten die mitgereisten Basler Fans nun auf drei Punkte gehofft, so machte Sami El Assaoui ihnen einen Strich durch die Rechnung. Er überraschte Croce mit seinem Weitschuss. In der Verlängerung mussten die Basler eine Strafe überstehen, wobei Pascal Wittwer mit einer Kontermöglichkeit nach 81 Sekunden die beste Chance hatte, jedoch daneben schoss.

Die Spieler kreierten Chancen hüben wie drüben, doch ins Tor schien der Puck nicht zu gehen – bis der Verteidiger Julien Bonnet mit einem platzierten Schuss von der blauen Linie 45 Sekunden vor Ablauf der Verlängerung die Basler zum Sieg schoss.