Eishockey

EHC Basel verliert das Spiel, die Nerven und braucht ein Comeback

Thomas Büsser (in weiss) schaut der Scheibe nach.

Thomas Büsser (in weiss) schaut der Scheibe nach.

In einem intensiven, spannenden und knappen Spiel gewinnt der EHC Dübendorf gegen den EHC Basel mit 2:1 nach Verlängerung. Gianluca Zanzi war in der 80. Minute der glückliche Torschütze im Powerplay. Aufgrund der ärgerlichen Niederlage liegt der EHC Basel in der Playoff-Halbfinalserie mit 1:2 zurück.

Noch bevor das dritte Spiel in den Playoff-Halbfinals gegen den EHC Dübendorf begann, konnte der EHC Basel Positives berichten: Die Liste der angeschlagenen Spieler lichtet sich. Trainer Robert Othmann konnte zumindest wieder auf die Gebrüder Valenza zählen. Entsprechend beflügelt startete sein Team in die Partie. Bereits nach knapp einer Minute bekam Basel die Chance, in Überzahl zu spielen. Heim-Torhüter Remo Trüb verhinderte den frühen Rückstand, als er Thomas Büssers Abschluss aus aussichtsreicher Position vereitelte.

Auch in den folgenden Minuten waren die Gäste vom Rheinknie präsent und optisch besser. Erst nach und nach kam Dübendorf besser ins Spiel und hatte mit ihrer ersten Druckphase nach 14 Minuten zwei sehr gute Tormöglichkeiten. Eine Sekunde vor der Sirene hielt Basel-Torhüter Fabio Haller in Unterzahl das 0:0 nach 20 gespielten Minuten fest.

Haller im Mitteldrittel unter Dauerbeschuss

Im Mitteldrittel waren die Basler sehr oft mit Defensivarbeit beschäftigt. Die drei kassierten Strafen verstärkten diese Situation zusätzlich. Trotzdem ging der EHC Basel beinahe in Führung. Bei drei gegen fünf unterlief einem Zürcher Verteidiger ein Fehler an der blauen Linie, weshalb Jan Zwissler - gerade von der Strafbank gekommen - alleine auf Trüb zulaufen konnte. Der Stürmer scheiterte aber. Danach war wieder Haller gefragt, der mehrere Möglichkeiten von Dübendorf vereitelte. Als in der 34. Minute Manuel Neff den Schuss seines Teamkollegen Dean Schnüriger ablenkte, war aber auch Haller machtlos. Die beste Möglichkeit zum Ausgleich hatte Marc Sahli in der 38. Minute, der den Puck aber nicht über die Linie brachte. 

Offener Schlagabtausch im Schlussdrittel

Der Start in das Schlussdrittel gelang den Gästen gut. Erst 24 Sekunden waren gespielt, als Thomas Büsser von Marco Vogt wunderbar angespielt wurde und mit Wucht zum 1:1 traf. Wie bereits in den ersten zwei Spielen war das Schlussdrittel an Spannung und Nervenkitzel kaum mehr zu überbieten. Beide Mannschaften riskierten nun mehr und suchten den zweiten Treffer. Durch den offenen Schlagabtausch folgten auf beiden Seiten Top-Chancen im Minutentakt. Bei Dübendorf scheiterte Damon Puntus an Haller, Marco Suter am Pfosten und Cian Derder vor dem leeren Tor. Bei Basel verpassten Stéphane Heughebaert, Rubio Schir, Vogt und Niklas Maurenbrecher ganz knapp den zweiten Treffer.

Glückliches Dübendorf gewinnt verdient

Aufgrund der verpassten Chancen musste die 20minütige Verlängerung entscheiden. Beide Mannschaften gingen dabei wieder etwas vorsichtiger ans Werk und waren bemüht, keine Strafen zu kassieren. Dieses Vorhaben gelang nur Dübendorf. In der 70. Minute musste Basels Raoul Seiler einen Konterangriff unterbinden und auf die Strafbank. In dieser Unterzahl hatte Roman Hrabec aber sogar eine gute Kontermöglichkeit. Danach war Dübendorf mit vielen Chancen näher am Sieg als Basel. Der starke Haller und seine Vorderleute wehrten sich jedoch vorbildlich.

Als sich die Zuschauer bereits auf ein Penaltyschiessen einstellten, wurde Vogt zwei Minuten vor Schluss auf die Strafbank geschickt. Es war eine harte Strafe, die ein Schiedsrichtergespann in einem Playoff-Halbfinal kurz vor Schluss der Verlängerung nicht geben muss. Es war schlussendlich die bekannte eine Strafe zu viel. Gianluca Zanzi schoss seine Farben 36 Sekunden vor Ablauf der Verlängerung ins Glück. Dies trieb Vogt, der mit seiner Strafe den Ausgang des Spiels beeinflusste, zur Weissglut. Er machte nach dem Spiel seinem Ärger Luft und kassierte vom Schiedsrichter eine 10 Minuten plus Spieldauerdisziplinarstrafe. Am Dienstag fehlt er deswegen in Basel im vierten Playoff-Spiel. Es war das unrühmliche Ende eines aus Basler Sicht frustrierenden Spiels. 

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