Basel zeigte sich im ersten Drittel sehr aufsässig und offensiv eingestellt. Nach ersten guten Möglichkeiten durch Schir und Tuffet erkämpfte sich Hofmann die Scheibe und liess sich diese nicht mehr abluchsen. Sein Pass verwertete Lehner mit einem Flachschuss zur verdienten Basler Führung. Dübendorf beschränkte sich auf Konterangriffe. Das Basler Defensivspiel war jedoch bis zu kurz vor Schluss sehr gut, sodass es ausser beim Dübendorfer Überzahlspiel kaum zu torgefährlichen Szenen vor Guggisberg kam.

Der Mittelabschnitt fing gut an für Basel. Der erste Vorstoss durch Lanz führt zu einer Strafe für Torhüter Meier wegen Beinstellen. Schir nutzt die Überzahl auf Pass von Vogt zur 2:0 Führung. Durch einen Konterangriff konnte Seiler verkürzen. Danach hatten die Gäste eine gute Phase mit einigen Abschlüssen. Die Doppelstrafe gegen Falett und Hebeisen stoppte dessen Angriffsbemühungen aber abrupt.  Die doppelte Überzahl nutze Rubio Schir mit seinem 2. Treffer zum 3:1.

Auch im Schlussdrittel deutete zunächst nichts auf einen Zürcher Sieg hin. Basel hatte die Partie im Griff und mehrere gute Möglichkeiten die Partie zu entscheiden. Jeffrey Meier im Tor von Dübendorf hielt jedoch seine Mannschaft, auch nach der vermeintlichen Vorentscheidung durch das Tor von Maurer, mit einigen Glanzparaden in der Partie.

"Horror-Minuten"

Dann folgten die letzten "Horror-Minuten", wo Basel seine bis dahin sehr gute Leistung verspielte. Beim 2:4 war man in Unterzahl, beim 3:4 verlor man leichtsinnig den Puck in der Angriffsauslösung und beim 4:4 Ausgleich setzte Dübendorf bereits auf einem 6. Feldspieler für Torhüter Meier. Die Gäste nahmen ihr Momentum mit in die Verlängerung, wo Matchwinner Seiler den Siegtreffer markierte.

Sowohl Damon Puntus wie auch Trainer Reto Stirnimann sprachen nach dem Spiel von einem glücklichen Sieg. Schwacher Trost für den EHC Basel, der fast 57 Minuten lang überzeugte. Die Spieler unterstützen sich gegenseitig, waren spielerisch und kämpferisch top und gewannen viele Zweikämpfe. Jetzt gilt es für das nächste Spiel am Samstag um 20:15 Uhr gegen den Tabellenführer Hockey Huttwil positiv zu bleiben und die Lehren aus den missratenen Schlussminuten zu ziehen.