Stefan Voegele, die Liga hat wegen der Länderspiele zehn Tage pausiert. Wie nutzte der EHC Basel diesen Unterbruch?

Stefan Voegele: Zuerst gab uns Trainer Dany Gelinas drei Tage frei. Das war etwas ungewohnt, tat aber gut. In der letzten Woche haben wir wieder voll trainiert.

Heute Abend empfängt Basel den Leader aus Olten. Was erwarten Sie von Ihrem Team?

Ich erwarte von uns eine konzentrierte und disziplinierte Leistung. Wir müssen einfach spielen. Und wir müssen diese einfachen Dinge richtig machen. Wichtig ist, dass wir wenig Strafen kassieren.

Sind sie überrascht von der Dominanz Oltens?

Wenn ich einen Blick auf das Kader werfe, muss ich sagen: nicht besonders. Olten hat eine sehr ausgeglichene Mannschaft und ist stark in der Offensive. Dass sie derart souverän auftreten, ist zwar nicht selbstverständlich, aber auch keine Überraschung.

Basel hat den eigenen Ansprüchen nur selten genügt. Woran liegts?

Da gibt es verschiedene Gründe. Durch verletzungsbedingte Ausfälle haben wir in der Defensive Substanz eingebüsst. Weiter mangelt es uns an Kontinuität. Gute und schlechte Matches wechseln sich munter ab. Auch die Disziplin ist ein Problem. Wir kassieren zu viele unnötige Strafen. Verbesserungspotenzial ist auf mehreren Ebenen vorhanden. Darüber wird auch innerhalb der Mannschaft diskutiert.

Wir förderlich war es, dass Trainer Gelinas die Playoff-Halbfinals als Ziel formuliert hat?

Die Halbfinals sind natürlich ein hohes Ziel. Aber man muss sich im Sport hohe Ziele stecken. Wir haben die Qualifikation zweimal in Folge auf Rang fünf abgeschlossen und sind dann in den Playoffs sang- und klanglos ausgeschieden. Mit Goalie Urban Leimbacher haben wir uns gezielt verstärkt. Irgendwann muss ein Schritt nach vorne kommen. Aber natürlich sind die Halbfinals nichts, das man im Vorbeigehen erreicht.

Wie zufrieden sind Sie mit der eigenen Leistung?

Es hat noch nicht so viel Produktives herausgeschaut wie in den letzten Saisons. Die Linien wurden neu zusammengestellt, die Aufgabenverteilung ist eine andere.

Darunter leidet offensichtlich Ihre Skorerqualität.

Wir verfügen über drei sehr ausgeglichene Linien. Die Last ist in dieser Saison auf mehrere Schultern verteilt, besonders im Powerplay. Natürlich erscheinen meine drei Tore und die fünf Assists mager im Vergleich zur Vorsaison. Aber so ist das im Sport: Mal fällt alles rein, dann folgt eine Phase, in der nichts reinfällt. Und man weiss nicht so recht, weshalb. Wichtig ist, dass ich mir darüber nicht zu viele Gedanken mache.

Wie wichtig ist Ihnen die Rolle des Captains?

Das ist eine sehr schöne und ehrenvolle Aufgabe. Ich bin Ansprechperson und Bindeglied. Von einem Captain wird mehr verlangt, als nur Skorerpunkte zu sammeln.

Und auf welchem Rang liegt Basel am Ende der Qualifikation?

Im Moment liegen wir auf Rang acht mit einer Tordifferenz von plus fünf. Das drittplatzierte Ajoie hat eine Tordifferenz von plus zwei. Das zeigt, wie eng und schwierig die Qualifikation ist. Aber wir erreichen die Playoffs, und dann konzentrieren wir uns voll auf das vorgegebene Ziel. Wir müssen und wir werden uns steigern.