Eishockey

EHC-Goalie spielt gegen Kinder: «Ich kam ganz schön ins Schwitzen»

So wirds gemacht: Sharks-Verteidiger Leandro Gfeller (Nr. 48) geht mit dem Nachwuchs aufs Eis. TOENGI

So wirds gemacht: Sharks-Verteidiger Leandro Gfeller (Nr. 48) geht mit dem Nachwuchs aufs Eis. TOENGI

Der gestrige Swiss Ice Hockey Day in Basel wurde zum Spektakel: Die Profis sammelten Geld für die Nachwuchsförderung und die Kinder bekamen einen Einblick in das Leben ihrer Vorbilder. Aber auch der Spass kam nicht zu kurz.

Es war ein trüber, später auch regnerischer Herbsttag. Die beste Zeit für Aktivitäten unter einem Dach wie in der Basler St. Jakob-Arena. Schon um 9 Uhr ging es los mit dem Skateathon, bei welchem Junioren, Vereinsmitglieder und die Profis der EHC Basel Sharks möglichst viele Runden liefen, um Geld für den Nachwuchs zu sammeln. Für den zur Rekrutierung von Nachwuchsspielern ausgerufenen «Swiss Ice Hockey Day» fand der Skateathon erstmals zusammen mit anderen Events in der St. Jakob-Arena statt und nicht auf der «Kunschti» St. Margarethen.

Die NLB-Spieler und Trainer Dany Gélinas waren sichtlich froh, dass sie die Serie von sechs Niederlagen brechen konnten mit den 6:2-Siegen gegen Martigny und Thurgau. Dementsprechend konnten sie sich erhobenen Hauptes dem Publikum präsentieren. «Als Trainer muss man alles tun, um dem Team zu helfen, besser zu werden», sagte Gélinas über den auf ihn lastenden Druck. «Die Spieler machten dieses Wochenende einen richtigen Schritt vorwärts und fokussierten sich mehr auf die Mannschaft. Dazu hatten wir zwei unserer Top-Verteidiger zurück und konnten Wright in den Sturm setzen.»

Wer bezwingt Leimbacher?

Um 11 Uhr öffnete die Kabine der Profis, während Kinder schon ungeduldig darauf warteten, einen Blick ins Innenleben zu werfen. Alle Spieler sassen an ihrer Position um Dutzende von Autogrammwünschen zu erfüllen.

Danach bot sich die Gelegenheit, EHC-Torhüter Urban Leimbacher zu bezwingen. «Ich kam mit der Zeit ganz schön ins Schwitzen», sagte er nach den vielen Schüssen. Auch er zeigte sich froh nach den Siegen, fügt aber an: «Zufriedenheit wäre das Falsche. Es gibt noch einiges, das wir verbessern möchten.»

Schliesslich wurde ein «Skills-Parcours» aufgebaut, bei denen Kinder zwischen 4 und 11 Jahren mithilfe der «Grossen» ihre Wendigkeit und Stocktechnik testen und Preise gewinnen konnten. Die Eingeübtheit reichte von Anfängern bis zu den Bambini der Sharks, des EHC Zunzgen/Sissach und des EHC Laufen, die ebenfalls mit Ständen zugegen waren. Der EHC Rheinfelden organisierte zudem einen eigenen Anlass.

Hinter dem Eis warteten ein Torwandschiessen, ein Unihockey-Parcours, alte Spielszenen oder Videospiele auf die Besucher, ebenso Biel-Trainer Kevin Schläpfer beim Z/S-Stand. Gegen Abend fand dann ein Qualifikationsanlass des Red Bull Crashed Ice statt.

«Wir hatten bei den Skills etwa 60 Kinder, davon 20 Neulinge», zog der EHC-Nachwuchschef Daniel Baur Bilanz. «Wir möchten die EHC-Familie zusammenbringen, aber mit den Skills auch neue Kinder für den Sport begeistern.» Derzeit sind über 80 Kinder bei der dreimal wöchentlich stattfindenden Hockeyschule dabei. Vielleicht werden es nun sogar mehr.

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