Eishockey

EHC Zunzgen-Sissach mit Sternstunde und Captainsterben

Das Bild täuscht: Obwohl hier ZS-Spieler Kevin Zürcher gegen Basel-Goalie Benjamin Hohlbaum trifft, hat ZS beide Derbys verloren. K.Nars

Das Bild täuscht: Obwohl hier ZS-Spieler Kevin Zürcher gegen Basel-Goalie Benjamin Hohlbaum trifft, hat ZS beide Derbys verloren. K.Nars

Nach der Qualifikation in der 1.Liga können sowohl Zunzgen-Sissach als auch Basel/KLH noch das Saisonziel Playoffs erreichen.

Der EHC Zunzgen-Sissach hat 30 Punkte auf dem Konto, der EHC Basel/Kleinhüningen 23. Damit reicht es den regionalen Vertretern in der zweiten Gruppe der ersten Liga nach den ersten 20 Runden zwar nicht für die obere Masterround, mit einem sechsten und achten Tabellenrang schliessen sie die erste Saisonhälfte aber gut ab.

«Wenn mir vor der Saison einer 30 Punkte angeboten hätte, hätte ich sie gleich genommen», sagt ZS-Trainer Heinrich Moser. Der 55-Jährige hat die Mannschaft im Sommer übernommen und sah sich gleich mit vielen Wechseln konfrontiert. Nicht weniger als ein Dutzend neue Spieler galt es ins Team zu integrieren. Darunter auch ein paar Spieler, die davor unter Moser mit den Elite-B-Junioren der Young Sharks den Vizemeistertitel gewannen.

Junge Spieler müssten bei ihm schon Verantwortung übernehmen, sagt der Ausbildner. Manchmal würde etwas die Routine fehlen. «Wenn wir zwei Jahre in dieser Kombination zusammenspielen könnten, hätten wir ein absolutes Topteam», urteilt Moser. Deswegen ist er auch zufrieden mit dem sechsten Rang: «Vor uns stehen nur gestandene Erstliga-Teams mit höheren Budgets.»

ZS: Othmann erzielte 18 Tore

Geholfen hat ZS sicher auch die Rückkehr von Robert Othmann. Der Stürmer, der mit 18 Treffern die Torschützenliste anführt, kam vom vermeintlichen NLB-Aufsteiger Huttwil Falcons. Er sei ein Leistungsträger, ähnlich einem Ausländer bei den NLB-Teams, sagt Moser. Trotzdem will er das gute Abschneiden nicht an einem Spieler festmachen, das ganze Team würde gut zusammenspielen.

Das Highlight der Vorrunde war ganz klar der 5:0-Sieg gegen den damaligen Leader Zuchwil. Moser spricht von einem absoluten Spitzenspiel. Das einzige Team, das ZS in den zwei Partien alle sechs Punkte abgenommen hat, ist ausgerechnet Basel/KLH. Die Baselstädter konnten beide Derbys gewinnen. Da sich beide Trainer bestens kennen, weiss Basel-Übungsleiter Reto Waldmeier nicht richtig, was den Unterschied machte. «Ich konnte mein Team gut einstellen und sie haben eine disziplinierte und taktisch gute Leistung abgeliefert. Zudem hat ZS zwei schlechte Tage eingezogen.»

Basel/KLH: Viele Rochaden nötig

Im Gegensatz zu Moser ist Waldmeier nicht vollends zufrieden. «Wegen vieler Verletzungen mussten wir immer wieder Rochaden vornehmen. Es hat kaum je ein Block mehr als zweimal hintereinander zusammengespielt», sagt Waldmeier. Besonders das Captainamt wäre nicht mehr so beliebt. Erst verletzte sich Marco Graf, dann Marc Zwicky und schliesslich auch Guy Reimann. Dafür würden Marco Frey und Kim Scheidegger, der zurzeit bei den Sharks aushilft, viel Routine bringen.

Für Basel ist das Erreichen des achten Platzes das Ziel. «Die Saison soll nicht vorzeitig zu Ende sein», sagt Waldmeier. Dafür muss man sich nach Halbierung der Punkte weiter gegen Thun und Adelboden behaupten. ZS ist als Leader der unteren Masterround der Gejagte und will den Platz behaupten. Was danach kommt, ist offen: «Die Playoffs sind eine andere Sportart. Wir wollen aber trotz dünnem Kader die erste Runde überstehen», sagt Moser.

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