Mit Konfettikanonen wurden die Eishockey-Spieler des EHC Basel vor dem Spiel empfangen und danach auch verabschiedet. Doch bevor die Fans singend und hüpfend das Team der Basler bejubeln konnten, waren sie auf eine Geduldsprobe gestellt.

Durchzogener Start

Der EHC Basel spielte gleich zu Beginn im Powerplay, Chris Sarault schoss den Puck aber nur an den Pfosten. Nach dem Powerplay scheiterte Schnellmann am Dübendorfer Keeper Remo Trüb. Zwei Minuten später brachte die Dübendorfer Offensive den Basler Keeper Fabio Haller in Bedrängnis. Er parierte den Schuss zwar, der EHC Basel konnte den Puck aber nicht aus der Gefahrenzone befreien und musste das 0:1 durch Raoul Seiler hinnehmen. Mit dem Rückstand ging es dann auch in die erste Drittelspause.

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Mangelnde Chancenauswertung

Der EHC Basel startete schlecht ins zweite Drittel. Haller hält die Basler mit zwei überragenden Paraden im Spiel, muss aber keine zwei Minuten später erneut hinter sich greifen. Steven Widmer trifft zum 0:2 für die Gäste, dies im Powerplay. Es folgte eine Doppelstrafe gegen den EHC Dübendorf und damit ein Powerplay für die Basler. Wie schon davor der Gegner nutzte auch der EHC Basel das Powerplay und erzielte durch Jan Zwissler den Anschlusstreffer nach knapp 23 gespielten Minuten.

In der Folge blieb der EHC Basel dann erfolglos im Abschluss. Das Team von Trainer Albert Malgin schwächte sich im zweiten Drittel zweimal durch unnötige Team-Strafen wegen zu vielen Spielern auf dem Eis. Wenn auch nicht in Unterzahl kassierte der EHC Basel nach einer halben Stunde das 1:3.

Die Highlights der Parie

Immer ein Stock dazwischen

Das entscheidende Drittel startete furios. Gleich in der zweiten Minute hielt Fabio Haller sein Team abermals mit einer grossartigen Parade im Spiel. Die Basler Mannschaft belohnte die Reaktion ihres Keepers in der 43. Minute: Rubio Schir schob dem gegnerischen Keeper nach einem schönen Spielaufbau den Puck zwischen den Beinen hindurch ins Tor und verkürzte damit auf 2:3. Auf die 2-Minuten-Strafe Dübendorfs 30 Sekunden später reagierte der EHC Basel mit einem erfolgreichen Powerplay und schoss nach einer halben Minute Überzahl den lang ersehnten Ausgleich durch Thimothé Tuffet, der den von Thomas Büsser abgegebenen Puck unhaltbar ins Tor lenkte.

Nun war die Spannung in der St. Jakob-Arena spürbar. Die 1365 Zuschauer wurden lauter, fingen erneut, an Konfetti zu werfen. Egal wie oft sich die Basler in die gegnerische Zone spielten, die Dübendorfer schafften es immer, einen Stock noch zwischen das Tor und den Puck zu bringen. Trotz zahlreichen Offensivaktionen erklang das Horn erst zum Drittelsende wieder. Zuvor vergaben Captain Vogt und Hunziker, der den Puck an die Latte knallte, zwei hochkarätige Chancen.

Dominanz in der Overtime

In der Overtime zeigte der EHC Basel jenes Gesicht, das man schon am vergangenen Samstag in Dübendorf gesehen hatte. Dübendorf blieb beinahe ohne Chance, es war eine Frage der Zeit, bis die Basler den Puck ins Tor manövrieren würden. Und sie liessen sich Zeit. Zwei Minuten vor Schluss war es dann Rubio Schir, der den davor über sich hinauswachsenden Dübendorfer Keeper Trüb bezwang und so die Play-Off-Serie ausglich.

Das fünfte und entscheidende Spiel findet am kommenden Samstag, 23. Februar 2019, in Dübendorf statt. Gewinnt der EHC Basel dieses Spiel, steht er in den Halbfinals der Playoffs und darf weiter vom Aufstieg träumen.

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