Mehr Eigengewächse, besserer Fussball – so könnte man etwas verkürzt zusammenfassen, was Präsident Bernhard Burgener sich auf die Fahne schrieb, als er vergangenen Sommer von Bernhard Heusler übernahm. Er und die sportliche Führung um Marco Streller machten ernst: Eben holten sie Fabian Frei und Valentin Stocker zurück. Die Frage war nicht mehr, ob man YB noch einholt, sondern wann. Und dann verlor der FCB das Auftaktspiel gegen Lugano.

FCB-Barometer

Gegen Thun korrigiert der FCB den Fehlstart. Mit viel Mühe. Und wir schauen, wie sehr Burgeners Versprechen umgesetzt wurde. In Anlehnung an Präsident Bernhard BURgener, Sportchef Marco STREller und Trainer Raphael WiCKY vergeben wir pro Kategorie zwischen 1 und 10 «Burstreckys».

Unterhaltung

Schon nach 30 Sekunden taucht Ricky van Wolfswinkel allein vor Thun-Keeper Djordje Nikolic auf. Der Serbe pariert in extremis. Und sofort ist klar: Heute ist der FCB hellwach. Im Gegensatz zum Auftaktspiel gegen Lugano, wo man den Start verschlief.

Es dauert jedoch bis kurz vor der Pause, ehe Dimitri Oberlin von der Thuner Innenverteidigung völlig vergessen wird und zum 1:0 für den Meister einnickt. Unerklärlich, wie der FCB danach das Spieldiktat aus den Händen gibt, zwei, drei Mal kurz davor steht, den Ausgleich zu kassieren. Bis Kevin Bua in der 90. Minute nach einem Konter das 2:0 erzielt. Dafür gibts bescheidene vier «Burstreckys».

Jugend

Raphael Wicky verändert gegen Thun nicht nur die Taktik (er wechselt vom 4-2-3-1 zum 4-4-2), sondern er bringt mit Serey Die (für Fabian Frei), Dimitri Oberlin (für Kevin Bua) und Ricky van Wolfswinkel (für Albian Ajeti) auch drei neue Kräfte.

Damit steigt das Alter der Startelf leicht. Allerdings sind es mit Oberlin und Bua, der 15 Minuten vor Schluss für Valentin Stocker eingewechselt wird, zwei junge Spieler, die das Spiel für den Serienmeister entscheiden. Darum gibt es 5 «Burstreckys» in der Kategorie Jugend.