Am traditionellen Sommerturnier Leader Junior Trophy auf den Sportanlagen vom St. Jakob wurden viele von den alten Geschichten wieder aufgefrischt. Und davon gibt es einige: Die Geschichte des Turniers geht bis 1952 zurück. Seit damals hat sich einiges verändert. Mittlerweile hat sich der Event zum grössten Juniorenturnier der Schweiz gemausert. Mehr als 3000 Kinder und Jugendliche im Alter von 7 bis 14 Jahren nahmen am Turnier teil. «Das Wochenende war ein absoluter Erfolg», sagt Bianca Jasmund, die Organisatorin des Mega-Events, «es hat alles reibungslos geklappt, ohne Verspätungen und grössere Zwischenfälle.

OK gibt sich flexibel

Einen Zwischenfall gab aber dann doch: Das Beachsoccerspiel der B-Junioren vom FC Breitenbach gegen den SC Münchenstein stand auf der Kippe, da die Münchensteiner nach einem Auffahrunfall auf der Autobahn nicht erscheinen konnten. Das OK nutzte jedoch die Gunst der Stunde, gab sich flexibel und stellte kurzerhand ein OK-Team, das gegen die B-Junioren von Breitenbach antrat – 11:3 für die Breitenbacher lautete am Ende das Resultat zugunsten der Junioren. Die Premiere auf Sand ist den Baslern geglückt. Und die Trendsportart hat die Jungs gepackt: «Wenns bei uns in der Nähe ein Beachsoccerfeld geben würde, ich wäre sofort dabei», meint Marco Cueni aus Büsserach.

Auch sein Mannschaftskamerad Tobias Oesch ist begeistert vom Sport: «Es war anstrengend, aber sehr lustig. Schön ist auch, dass jeder ein Tor erzielt hat», meint der ebenfalls 16-jährige aus Breitenbach. Sie hoffen auf mehr Konkurrenz im nächsten Jahr.

Geschehen neben dem Platz

Neben dem Geschehen auf dem Feld spielten sich auch abseits des Platzes einige interessante Szenen ab. Nach 59 Jahren hat sich schliesslich so einiges an Gesprächsstoff und Geschichten angesammelt. Einstige Teamkameraden trafen sich wieder und schwelgten in nostalgischer Erinnerung, als das Spielobjekt noch kein aerodynamisch perfekt konstruierter Ball war. Einstige Gegner tranken ein Bier auf die guten alten Zeiten. Ältere Herren, die vor langer Zeit selber beim Turnier um den Sieg kämpften, feuerten ihre Kinder oder gar Enkelkinder an.

Solche Szenen freuen auch Jasmund: «Wenn man es sich überlegt, wie lange es das Turnier bereits gibt, ist das schon sehr speziell.»

Die OK-Präsidentin und das 20-köpfige Organisationskomitee können auf eine gelungene Ausgabe des Sommerturniers zurückblicken – doch auf den Lorbeeren ausruhen, das geht nicht. «Am Mittwoch gehen die Vorbereitungen für das Sommerturnier 2012 bereits wieder los», weiss Jasmund.