OL-Weltcup

Ein Aufsteiger und getrennte Brüder – Schweizer sorgen für Aufsehen beim OL-Weltcup

Matthias Kyburz sowie sein Bruder Andreas überzeugen am Heim-Weltcup in Laufen.

Matthias Kyburz sowie sein Bruder Andreas überzeugen am Heim-Weltcup in Laufen.

Die Einheimischen nutzten bei den drei OL-Weltcup-Rennen in Laufen den Heimvorteil. Neben dem Youngster Joey Hadorn, der seinen ersten grossen Sieg verbuchen konnte, wurden auch Matthias Kyburz sowie sein Bruder Andreas den Erwartungen gerecht.

Ehrenrunden vor leeren Rängen – im Gegensatz zu den Leichtathleten an den Weltmeisterschaften in Doha drohte dies den weltbesten Orientierungsläufern in Laufen nicht. Das Zuschauerinteresse war gross, die Tribüne beim Zieleinlauf der beiden Sprint-Entscheidungen vom Wochenende propenvoll.

Erster Weldcupsieg für Hadorn 

Die Zuschauer wurden belohnt mit OL auf höchstem Niveau. Auf der Grossleinwand lieferten GPS-Daten Aufschluss darüber, wer welche Entscheidung traf und welche Routen schliesslich die schnellsten waren, bestens illustriert von Livebildern. Und beim Knock-out-Sprint vom Samstag mit den packenden Direktduellen kam es immer wieder zu Szenenapplaus. Es war dann, wenn sich, vorzugsweise vom Schweizer Team, jemand für eine alternative Routenwahl entschied und sich im Idealfall herausstellte, dass sich diese bezahlt machte.


Die Schweizer schlugen sich prima. Besonders eindrücklich tat dies Joey Hadorn. Der erst 22-Jährige aus Fahrni bei Thun feierte am Freitag seinen ersten Weltcup-Sieg, und liess sich vom Überraschungserfolg tragen. Im Knock-out-Sprint lief er am Folgetag auf Rang 2, gestern im Sprint auf Position 5.

Grosse Genugtuung bei Kyburz

Über die Klasse für Top-Ergebnisse aus regionaler Sicht verfügten vor allem die Gebrüder Kyburz. Die beiden Mehlemer verpassten aber die Resultate mit Ausrufezeichen vorerst. Matthias Kyburz, der jüngere (29) und erfolgreichere (5-facher Weltcup-Gesamtsieger, letztmals 2018), verzichtete aufgrund des Bänderrisses vom Juli auf den Start am Freitag. Am Samstag scheiterte er im Halbfinal und war entsprechend enttäuscht. Die Rehabilitation gelang am Sonntag mit Rang 3. «Ich bin froh, dass ich doch noch zeigen konnte, was ich drauf habe», sagte er mit grosser Genugtuung.


Und noch besonderer war es für Andreas Kyburz, der sich vom Heimpublikum verabschiedete. Er wird Ende Saison zurücktreten. Dass ihm das mit dem 9. Rang im Sprint ordentlich gelang, sieht er als Aufsteller. Gar ein noch etwas besseres Rennen zeigte der letztjährige Sprint-WM-Dritte am Freitag im Wald (8.).


Bei den Frauen gabs trotz Heimvorteil kein Vorbeikommen an der Saisondominatorin, der Schwedin Tove Alexandersson. Sie blieb makellos und holte die Saisonsiege 5,6 und 7 – in ebenso vielen Rennen.

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