Fussball
Ein Auftakt, der Hoffnung macht: Basel U21 trotzt dem Favoriten

Der FCB-Nachwuchs startet mit einem 2:2 gegen den Favoriten Köniz in die Promotion League. Dabei lagen die Basler sogar zwei Mal in Führung.

Alan Heckel
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Einmal mehr der Beste in Rotblau: Albian Ajeti (Mitte).

Einmal mehr der Beste in Rotblau: Albian Ajeti (Mitte).

Nicole Nars-Zimmer

Auf der einen Seite eine Startelf mit einem Durchschnittsalter von 18,1 Jahren, auf der anderen die am besten besetzte Equipe der Promotion League: Die Rollen zwischen der U21 des FC Basel und dem FC Köniz waren klar verteilt. Das nackte Endergebnis von 2:2 schien ein Erfolg für den Aussenseiter zu sein. Dennoch sah Thomas Häberli nach Spielschluss eher so aus, als würde er drei Punkten nachtrauern. Kritik kam aber keine über die Lippen des FCB-Trainers: «Wir wussten nicht, wo wir stehen. So gesehen, war es ein guter Auftritt.»

Trainer Häberli zufrieden

Der Auftritt des Heimteams beim Saisonauftakt im Rankhof war durchaus vielversprechend. «Ich habe gehofft, dass wir so spielen würden», freute sich Häberli über die solidarische, mutige Darbietung seines Teams. Die Berner, bei denen acht Akteure mit Super-League-Vergangenheit in der Anfangsformation standen, fanden dagegen kein echtes Rezept, ihrem Status als Favorit gerecht zu werden. Selbst als Albian Ajeti nach 26 Minuten eine Massflanke von Michael Gonçalves über FCK-Goalie Kelion Ruiz ins Netz köpfelte, war der Gast spielerisch zu keiner Antwort fähig.

Köniz mit Effizienz

Dass es acht Zeigerumdrehungen später dennoch 1:1 stand, hatten die Könizer der Cleverness und Physis Alessandro Ciarrocchis zu verdanken. Der bullige Stürmer setzte seinen Körper vorteilhaft ein, drehte sich trotz Bedrängnis um Michael Schär und traf aus 15 Metern ins Lattenkreuz. Es war die einzige nennenswerte Offensivaktion der Gäste in der ersten Halbzeit.

Kurz nach dem Seitenwechsel holten sich die Basler die Führung zurück. Robin Kamber profitierte vom zögerlichen Eingreifen der FCK-Defensive und traf mit seinem schwächeren linken Fuss flach aus 17 Metern (49.). Die Berner reagierten in der Folge mit Einwechslungen, welche auf dem Papier die Offensive beleben sollten. Viel mehr Arbeit bekam FCB-Keeper Pascal Albrecht deswegen aber nicht. Er bewies zwar einige Male in Manuel-Neuer-Manier, dass er ein mitspielender Torwart ist, eine echte Parade musste er aber nicht zeigen.

Vor den Einwürfen gewarnt

Trotzdem konnten die Gäste noch den Ausgleich bejubeln. Christoph Stenz liess sich von einem schnell (und weit) ausgeführten Einwurf Ilker Tigals übertölpeln, sodass Anto Franjic aus kurzer Distanz das Leder in die Maschen wuchten konnte (72.). Ein Tor, dass den Basler Trainer besonders ärgerte: «Ich bin Vorfeld nicht gross auf den Gegner eingegangen, aber vor den Einwürfen Tugals habe ich explizit gewarnt – auch in der Halbzeitpause!»

Noch fehlen die Automatismen

Die Basler versuchten in der Folge zwar, der Partie nochmals eine Wende zu geben, doch weil die Automatismen in der Vorwärtsbewegung noch nicht in gewünschtem Masse funktionierten, blieb es beim gerechten Remis. Bei Thomas Häberlis Matchanalyse überwogen jeden die positiven Aspekte. «Meine Mannschaft hat gezeigt, dass sie mit Teams wie Köniz mithalten kann.»