Wie gross muss die Erleichterung gewesen sein: Drei der vier Halbfinalisten mussten sich im Elfmeterschiessen oder in der Verlängerung eine Runde weiter zittern. Einzig Amicitia Riehen löste seine Viertelfinalaufgabe souverän und besiegte den FC Therwil mit 4:0.

Nun trifft der Tabellendritte der 2. Liga heute im Cup-Halbfinal (20.00 Uhr Rankhof) auswärts auf die AS Timau Basel. «Es ist ein sehr emotionaler Gegner. Man weiss nie, was kommt», sagt Riehen-Trainer Marco Chiarelli. Das Hinspiel in der Meisterschaft konnte sein Team mit 2:0 für sich entscheiden. Unterschätzen wird man den Gegner aber trotzdem nicht: «Timau ist eine Stimmungsmannschaft.

Aus dem Nichts können sie in einen Lauf geraten. Wir müssen konzentriert und aufmerksam bleiben. Unsere Chancen sind intakt.» Ähnlich sieht es Timau-Coach Giuseppe Sciortino: «In den Final will jeder. Die Chancen stehen 50 zu 50. Riehen ist eines der Teams, das in der Rückrunde am meisten Punkte geholt hat – wir sind gewarnt.»

Oberwil glaubt an seine Chancen

Im zweiten Halbfinal-Duell trifft der einzig verbleibende Drittligist, der FC Oberwil, morgen zu Hause (19.30 Uhr Eisweiher) auf den FC Pratteln. Für Trainer Franz Glaser ist der anstehende Halbfinal eine besondere Sache: «Es ist natürlich anders als in der Meisterschaft. In nur einem Spiel ist alles möglich.» Der Weg bis dahin war für die Oberwiler nicht einfach - im Gegenteil. Zwei Mal bekamen sie es mit einer Mannschaft aus der 2. Liga zu tun, beide Male waren sie siegreich.

Vor dem Meisterschaftssechsten der 2. Liga, dem FC Pratteln, zeigt Coach Glaser Respekt: «Es ist eine gute Mannschaft, gespickt mit starken Einzelspielern. Das heisst aber nicht, dass wir das Spiel nicht gewinnen können.» Aufgrund der Liga-Verhältnisse ist der FC Pratteln aber sicherlich der Favorit. «Es ist ein Cup-Spiel und wir spielen auswärts gegen einen überdurchschnittlich guten Drittligisten», sagt Prattelns Assistenztrainer Fabio Napoli. «Wir sind auf alles vorbereitet und unsere Chancen sind gut. Wir müssen Vollgas geben – einen Cup-Halbfinal spielt man nicht alle Tage.»