Die Sportanlage Gigersloch, 1.-Liga-Club-Dornach als Gegner und die Tatsache, dass Thorsten Fink in kurzen Hosen anstatt im Anzug an der Seitenlinie sass, waren die Indikatoren, die für ein Testspiel sprachen. Die Startaufstellung des FC Basel entsprach allerdings mitnichten einer Elf, die sich unter der Woche Spielpraxis gegen einen unterklassigen Verein holen sollte. Sämtliche Akteure bis auf Kay Voser (Schlag aufs Knie im Training), die den Match begannen, dürften gleiches auch am Sonntag gegen Super-League-Leader Thun tun.

Nach dem 6:0-Erfolg über die Solothurner dürften zumindest einige angeschlagene Egos im Basler Lager wieder etwas aufgebaut worden sein. «Das war ein schönes Testspiel. Wir haben sechs Tore gemacht, zu null gespielt und uns Selbstvertrauen für die Aufgabe gegen Thun geholt», resümierte der zufriedene FCB-Trainer.

Allerdings dauerte es ein wenig, bis die Basler in Schwung kamen. Weil Xherdan Shaqiri zweimal am gut reagiernden Srdjan Lazic scheiterte (14., 36.) und Pascal Schürpf nur die Torumrandung traf (35.), hielten die gut organisierten, kampfstarken Dornacher die Partie länger als erwartet offen. Zudem hatte der Heimklub in Person von Valentino Fazio und Mohamend Coulibaly zwei Offensivspieler in seinen Reihen, welche die FCB-Abwehr durchaus zu beschäftigen wussten. Als Cabral kurz vor dem Seitenwechsel per Flachschuss von der Strafraumgrenze das 0:1 erzielte, wurde der Dornacher Widerstand aber schwächer. Basel hingegen vermochte Tempo und Intensität zu steigern und gewann in dieser Höhe verdient. (ahe)