Basketball

Ein beschämender, blutarmer Auftritt: Starwings blamieren sich

Einziger Lichtblick: Justin Rutty (am Ball, damals noch Nyon) überzeugte bei seinem Starwings-Debüt. Key

Einziger Lichtblick: Justin Rutty (am Ball, damals noch Nyon) überzeugte bei seinem Starwings-Debüt. Key

Die Starwings verlieren das NLA-Heimspiel gegen den BBC Monthey mit 61:69. Dabei traten die Gäste aus dem Wallis mit einem geschwächten Kader an. Einziger Lichtblick war das Starwings-Debüt von Justin Rutty, der sich gut ins Team eingliederte.

Bei Monthey fehlte mit Nationalspieler Cédric Mafuta (sein Vater war in der Nacht auf Sonntag verstorben) ein Nationalspieler und jener Mann, der das ausländische Quartett zum soliden Quintett ergänzt. So mussten die Gäste als fünften Mann Stéphane Grau (21) einsetzen, der gutes 1.-Liga-Niveau aufweist. Der erste Bankspieler war Chris Lhermitte (21), welcher wahrscheinlich beim 1.-Ligisten CVJM Birsfelden von Trainer und Starwings-Vizepräsidenten Pascal Donati kaum in der «Starting Five» spielen würde. Und weil Tony Gugino, der liebenswürdige, aber wirkungslose Amerikaner ein besserer Statist (und kein tauglicher Profi) war und aus Monthey-Sicht ein einziges Ärgernis ist, waren sich alle – inklusive die Journalisten aus dem Wallis – einig, dass «die Starwings heute Nachmittag einen lockeren Sieg, sozusagen gratis, einfahren werden», wie der Webmaster der Monthey-Homepage vor Anpfiff erklärte.

Früher Rückstand

Aber weder er, noch die Anwesenden, hatten damit gerechnet, dass die Starwings eine Null-Leistung abliefern würden. Es gehört zum Repertoire der Baselbieter, dass sie die ersten Angriffe mit «unforced errors» beenden, bevor sie überhaupt in Korbnähe gekommen sind. Und als es nach vier Minuten bereits 4:15 stand, spürte man, dass die Equipe von Cheftrainer Marko Simic nur schwer in die Gänge kommen würde.

Gespannt war man auf den ersten Auftritt von Justin Rutty (24). Der Amerikaner, in der Saison 2012/13 zum wertvollsten Spieler der Nationalliga A (im Trikot des BBC Nyon) gewählt und für den verletzten Adomas Drungilas verpflichtet, spielte eine starke Partie. 27 Punkte und zwölf Rebounds für einen Mann, der vor drei Tagen aus New York eingeflogen wurde und weder das Team noch Spielsysteme kennt, sind ein guter Wert. Wobei bei den «Wings» eh Anarchie herrscht.

Petkovic-Brüder inexistent

Der Aufbau der Gebrüder Petkovic war inexistent und einer Nationalliga-A-Equipe unwürdig. Arunas Vasiliauskas warf sieben Dreier – er traf maximal den Korbring, nicht aber in den Korb. Und Rokas Uzas, diese litauische Frohnatur, ist und bleibt ein einziges Ärgernis. Der Zweimeter-Mann dirigiert, gestikuliert, bespricht sich – manchmal während der Partie – mit dem Trainer, gibt Anweisungen und spielt den «Professor». Seine Leistung war derart schlecht, dass man ihm raten muss, umgehend einen zivilen Beruf zu erlernen.

Und aus Povilas Cukinas, dem 210-Zentimeter-Riesen, wird die Natur auch keinen explosiven Sportler mehr machen. Aber seine Darbietung war korrekt und er ist eine gute Ergänzung zu Rutty, der sich gestern Nachmittag als einziger Starwings-Akteur ein Profi nennen durfte.

Starwings-Teammanager Viktor Mettler war ob dieser pitoyablen Darbietung erzürnt. Und liess das Personal um 20.30 Uhr, nach dem U23-Spiel der «Wings» gegen den BC Baden, zu einem Straftraining antreten. Linienlaufen – der Horror jedes Basketballers. Man hätte sich auch andere Massnahmen vorstellen können.

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