«Wir müssen unsere Hausaufgaben machen, sonst sind allfällige Exploits nichts wert», hatte Raphael Wicky vor der diesjährigen Youth-League-Kampagne gesagt. Mit «Hausaufgaben» hatte der U19-Trainer des FC Basel die Duelle mit Ludogorets Razgrad gemeint.

Taten sich die Rotblauen mit den ultradefensiven Bulgaren im Hinspiel lange Zeit sehr schwer – der 1:0-Siegestreffer wurde erst in der 90. Minute erzielt –, fiel der Sieg in Sofia mit 4:0 deutlich klarer aus und war auch in dieser Höhe verdient. Am Ende lautete das Torschussverhältnis 20:2 für die Schweizer.

Der FCB hatte die Partie im Georgi Aspuharov Stadion von Beginn an im Griff, brauchte aber 37 Minuten, ehe sich seine Überlegenheit im Resultat manifestierte. Blas Riveros war auf der linken Seite zur Grundlinie vorgeprescht und flankte in den Rückraum, wo Adthe Rashiti mit dem Kopf zum 0:1 traf.

Einmal im Rückstand, machte sich Verunsicherung beim Heimteam breit, woraus die Basler kurz nach dem Seitenwechsel Kapital zu schlagen vermochten. In der 53. Minute profitierte Neftali Manzambi von einem Missverständnis in der Razgrad-Abwehr und bediente den mitgelaufenen Rashiti, der – erneut mit dem Kopf – auf 0:2 erhöhte. Manzambi (61.) und Rashiti (84.) waren es auch, die für FCB-Tore 3 und 4 verantwortlich waren, beide trafen vom Penaltypunkt.

Als Lohn für das gewissenhafte Erledigen ihrer Hausaufgaben winkt den fleissigen Basler Junioren nun am 6. Dezember ein «Finale» um den Einzug in die Play-Offs, wo die Gruppenzweiten in Hin- und Rückspiel die restlichen Teilnehmer der K.o.-Phase – die Gruppensieger sind direkt qualifiziert – ermitteln. Um 16 Uhr wird im Leichtathletikstadion St. Jakob die U19 des FC Arsenal zu Gast sein. Dem FCB reicht bereits ein Remis, um Rang 2 zu verteidigen.