Fussball

Ein Fussballfest mit zwei Siegern - Der FC Black Stars gewinnt das Barrage-Rückspiel 3:0

Jubel bei den Black Stars: Sie gewinnen das Barrage-Rückspiel gegen Eschen-Mauren mit 3:0.

Festtagsstimmung auf dem Buschweilerhof. 750 Zuschauer kamen in den Genuss eines Duelles, das nach dem koketten 4:1-Auswärtssieg der Basler (vor-)entschieden war. Um den Aufstieg in die Promotion League zu schaffen, müssen die „Schwarz-Sterne“ noch den FC Baden bezwingen.

Die „Schwarz-Sterne“ riefen – und sie kamen. Viele, sehr viele bevölkerten den idyllischen Buschweilerhof. Darunter auch Christoph Brutschin, Regierungsrat des Kanton Basel-Stadt. Oder Roland Paolucci, der Präsident des Fussballverbandes Nordwestschweiz und Vertreter von anderen Fussballvereinen aus Basel und Region. Alt Nationalrat Markus Lehmann ist eh Stammgast auf der „Blägg-Matte“. 

Natürlich gibt es immer wieder Fussball-Wunder – am späten Samstagnachmittag, bei sommerlichen Temperaturen von gut 30 Grad und mehr (auf dem Kunstrasen), blieb in Ba­sel West ein solches Wunder, aus Sicht des Gastes aus Liechtenstein, aus.

Drei Tore innert 20 Minuten 

Die ersten 30 Minuten waren noch ein „Abtasten“ und die Platzherren beschränkten sich darauf, nichts anbrennen zu lasen. Denn ein Gegentor hätte wohl „Zündstoff“ in die Partie gebracht. Zur Halbzeit stand es dennoch 2:0 – Deny Gomes und Seyfettin Kalayci hatten jene Treffer erzielt, die  sämtliche Diskussionen um ein Weiterkommen im Keim erstickten. Und als Einwechselspieler Mergim Ahmeti nur gerade knapp fünf Minuten benötigte, um das finale Skore zu bewerk­stelligen, konnte sich die Zuschauer der Frage widmen, ob Ba­den oder Martigny das letzte Aufstiegshindernis für ihre Mannschaft sen würde.

Deny Gomes brachte die Black Stars in Führung.

Deny Gomes brachte die Black Stars in Führung.

Nach dem dritten Gegentor kam Eschen/Mauren besser ins Spiel und in den Abschluss – und ein Ehrentor wäre durchaus möglich, und auch verdient, gewesen. Im Vergleich zum Hinspiel im „Ländle“ hatte Black-Cheftrainer Samir Tabakovic seine Elf auf drei Positionen verändert – und die ersten beiden Wechsel - gleich nach dem Pausentee - dürfen als Zei­chen für die dienstägliche Par­tie gegen den FC Baden betrachtet werden.

Lob von Michael Bärtsch

„Der FC Black Stars war schlicht besser; zeitweise spielten sie in einer anderen Liga“, so Eschen/Mauren-Goalgetter Michael Bärtsch (28), der sich für die Chronik und Würdigung sei­ner Art aus dem Hinspiel (beim Verfasser der Chronik) bedankte. Diese Grösse und Sensibilität ist mehr wert als 27 Saisontreffer. Und es freut uns, dass er – natürlich beim gleichen Verein – noch eine Spielzeit anhängen wird. Die Rivalen werden es wohl weniger gerne zur Kenntnis nehmen.

Samir Tabakovic war, wie er immer ist. Von Euphorie oder „Tanzeinlagen“ keine Spur. „Die Chancen stehen 50:50 – die beiden Partien gegen Baden beginnen bei 0:0“, so der Bosni­er. Auch Baden ist ein Gruppensieger, musste gegen Martigny in die Verlängerung gehen und anschliessend das Elfmeterschiessen bestreiten – und war da nervenstärker als die Walliser. Für Bärtsch ist die Ausmarchung klar: „Die Black Stars haben mehr Substanz; spielen sie so wie gegen uns, werden sie den Aufstieg schaffen. Und das ist richtig so und tut der Promotion League gut“, so der Ostschweizer.

Und es soll in den langen Stunden nach Abpfiff nicht wenige Anwesende gegeben haben, welche die Fussballkost zwischen dem FCBS und USVEM unterhaltsamer als das Finale der UEFA Champions League fanden. Der wahre Fussball findet meist vor der eigenen Haus­türe statt!

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