Eishockey

Ein gutes Drittel reicht nicht: EHC Basel verliert in Arosa

Marco Vogt versucht im Gewimmel ein Tor für die Basler zu erzielen.

Marco Vogt versucht im Gewimmel ein Tor für die Basler zu erzielen.

Auch im zweiten Spiel im winterlichen Arosa verliert der EHC Basel, dieses Mal knapp mit 5:6. Wie bei der Niederlage gegen Bülach am vergangenen Mittwoch musste Basel aufgrund von unglücklichen Gegentoren einem Rückstand hinterherlaufen. Die Aufholjagd im Schlussdrittel kam zu spät.

Aufgrund einer Vereinbarung zwischen Basel und Arosa musste der EHC auf Marc Sahli verzichten, der diese Saison noch bei den Bündnern begonnen hatte. Die ersten Möglichkeiten der Partie hatte Joshua Schnellmann. Arosa-Torhüter Fabrice Kruijsen verhinderte aber mit starken Paraden die Basler Führung. Praktisch im Gegenzug erzielte Luca Infanger den Führungstreffer für die Heimmannschaft. Kurz danach liess sich Basel-Torhüter Fabio Haller von Curdin Lampert aus spitzen Winkel erwischen.

Diese zwei frühen Gegentore nötigte Trainer Othmann früh sein Timeout zu nehmen. Mit dem Anschlusstreffer durch Roman Hrabec schien es sich vorerst auszuzahlen. Es war dann aber Arosa, das sich weitere Möglichkeiten erarbeitete, Patrick Bandiere nutzte eine davon zum 3:1. Dieses Tor hatte jedoch einen faden Beigeschmack, da Haller von Nando Jeyabalans Stock unabsichtlich ins Tor bugsiert wurde. Die Schiedsrichter erkannten jedoch kein Vergehen an Basels Torhüter, weswegen das Tor zählte. In den restlichen Minuten des ersten Drittel war Arosa dem vierten Tor näher als Basel dem zweiten und ging damit mit einer hochverdienten Führung in die erste Pause.

Torhüterwechsel nach dem vierten Gegentreffer

Wie bereits im Startdrittel wurde Basel auch im Mittelabschnitt kalt erwischt. Reto Amstutz setzte sich am rechten Flügel einfach durch und überraschte Haller im kurzen Eck zum 4:1. Othmann reagierte und brachte für den unglücklichen Basler Schlussmann seinen Ersatz Gianluca Hauser. Basel konnte rasch reagieren und verkürzte nur zwei Minuten später durch Rubio Schir nach einer schönen Kombination. Es war aber abermals das Heimteam, welches das zweite Drittel kontrollierte und auf ihren starken Torhüter zählen konnte, der weitere Basler Tore verhinderte. Entsprechend verdient gelang Jann Däscher nach schöner Vorarbeit das 5:2. In der 36. Minute schoss Arosa beinahe noch das sechste Tor. Alain Bahar traf jedoch nur den Aussenpfosten. 

Aufholjagd nicht von Erfolg gekrönt

Im Schlussdrittel sah man ein Basel, das Moral zeigte und sich gegen die Niederlage stemmte. Das erste Erfolgserlebnis folgte in der 46. Minute, als Jan Zwissler einen Schuss von der blauen Linie von Billy Hunziker ablenkte. Fünf Minuten später gelang Hrabec mit seinem zweiten Treffer der Anschlusstreffer zum 4:5. Nach einem Timeout von Arosa folgte die Möglichkeit in Überzahl auszugleichen. Trotz Chancen gelang dieser nicht.

Ein unnötiger Fehler im Spielaufbau ermöglichte Arosa durch Yannick Bruderer das vorentscheidende 6:4. Die Gäste gaben jedoch nicht auf und verkürzten mit dem zweiten Tor von Zwissler nach schönem Querpass von Marco Vogt, der insgesamt vier Assists beisteuerte, zum 6:5. 95 Sekunden vor Schluss versuchte Basel mit sechs Feldspielern und ohne Torhüter, den Ausgleich zu erzwingen. Fast wäre dieser durch Michael Maurers Schuss Sekunden vor Schluss tatsächlich noch gelungen. Es sollte aber nicht sein.

Bereits am nächsten Dienstag um 20:15 Uhr empfangen die Basler Arosa in der St. Jakob Arena zum "Rückspiel". Um die Playoff-Qualifikation frühzeitig zu schaffen, ist eine konstant gute Leistung mit hundertprozentiger Konzentration, Disziplin und Leidenschaft über die gesamte Spieldauer notwendig.

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