Basketball

Ein gutes Viertel reicht nicht: Die Starwings tauchen im Wallis

Die Starwings verlieren auswärts gegen Monthey deutlich.

Die Starwings verlieren auswärts gegen Monthey deutlich.

Obwohl bei Monthey ein Schlüsselspieler fehlte, waren die Birsfelder im Wallis chancenlos. Der Grund hiefür ist, dass die «Wings» zwar über eine schmale Spitze verfügen, aber auf keine valablen Einwechselspieler zurückgreifen können.

Im ersten Viertel zeigten die Gäste aus dem Unterbaselbiet Basketball vom Feinsten. Das gewohnte Stammquintett harmonierte und das Profi-Trio um Jacori Payne, Ne­manja Calasan und Elias Chuha punktete fleissig. Doch ab der elften Mi­nuten war die Herrlichkeit vorbei. Die zweiten zehn Minuten gingen gleich mit 10:27 ver­loren.

Monthey bekam Payne in den Griff, Calasan forcierte Distanzwürfe und Cbuha hatte unter den Brettern eine gegnerische Übermacht. Da zudem Joël Fuchs von den Refs, die sich als sehr heimfreundlich erwiesen, schnell mit vier Fouls belastet wurde und Branislav Kostic in 36 Minuten nicht einen Zähler warf, waren die Deutschschweizer bereits zur Halbzeit auf der Verliererseite, und verliessen diese auch nicht mehr.

Blaser enttäuschte

Ilija Vranic, auf diese Saison hin von Küsnacht zu den Starwings gestossen, zeigte eine gute Leistung und bewies, dass er dereinst zu einem wertvol­len Nationalliga-A-Akteur heranreifen könnte. Das kann man von Kevin Blaser (20), einst als eines der grössten Schweizer Talente gepriesen, nicht behaupten. In allen vier Spielen hat es der  Aus­wahl-Nationalspieler geschafft, mehr Ballverluste und Fouls als Punkte zu erzielen. Von einem sechsten Mann muss eindeutig mehr kommen.

Bei Monthey, das nur mit zwei ausländischen Profis begann, ist der erste Einwechselspieler (sechster Mann) der Amerikaner Marvin Prochet, der unter anderem auch für das Ungleichgewicht zu Gunsten der Gastgeber sorgte. Der Unterschied zwischen Monthey und den Starwings illustriert zudem Brunelle Tutonda. Der Waadtländer gehörte in der Saison 2017/18 zum Stammquintett der Starwings, spielte stets dreissig und mehr Minuten. Bei Monthey ist er der zehnte Mann und kam gegen seinen Ex-Klub zu keiner Sekunde Spielzeit. 

Schneider überraschte

Erfreulich ist, dass mit Jason Schneider (18) einer der hauseigenen Talente seinen Einstand geben durfte. Er warf gleich vier Punkte – bei einer 100-prozentigen Wurfquote. Zwar standen zu diesem Zeitpunkt auf beiden Seiten die zweiten Anzüge auf dem Parkett. Aber jeder Junior, der zum Einsatz kommt, ist ein Versprechen für die Zukunft. Denn solange die Starwings keine arrivierten Schweizer Akteure und keinen vierten Profi - wie ihn jeder andere A-Ligist im Kader hat - ver­pflichten können, werden sie auf eine (zu) schmale Spitze angewiesen sein.

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