FC Basel
Ein klares Gerüst und ein glücklicher Stocker – drei Erkenntnisse aus dem FCB-Spiel gegen Lugano

Der FC Basel gibt gegen den FC Lugano wie schon im Hinspiel eine 2:0-Führung aus der Hand – holt am Ende aber doch noch die drei Punkte. Die wichtigsten drei Erkenntnisse aus dem Spiel gegen die Ticinesi.

Céline Feller
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Dank einem späten Treffer von van Wolfswinkel holen sich die Basler gegen Lugano doch noch den Sieg.
18 Bilder
Jonas Omlin steht auch heute wieder im Tor und will mit seinem FCB gegen Lugano gewinnen.
Luganos Trainer Celestini und Basel-Trainer Marcel Koller bei der Begrüssung.
Bereits nach elf Minuten kann Kevin Bua den FCB mit einem genialen Freistoss in Führung schiessen.
Freude bei den Rotblau-Spielern über den gelungenen Treffer zum 1:0.
Die Basler erspielen sich viele gute Torchancen, der nächste Treffer lässt aber noch auf sich warten.
Xhaka im Kampf um den Ball gegen Luganos Mattia Bottani.
Schuss der Gäste – Lugano kommt in der ersten Halbzeit kaum zu nennenswerten Chancen.
Jonas Omlin macht seine Sache bisher gut und kann den Kasten sauber halten.
Noch vor der Pause doppelt Kevin Bua nach und schiesst zum 2:0 für Basel.
Der Torschütze zeigt heute ein sehr ansprechendes Spiel.
Der Trainer des FC Lugano dürfte nur mässig zufrieden sein mit der Leistung seiner Schützlinge.
Jubel bei den FCB-Spielern – zur Pause liegen die Gastgeber hochverdient mit 2:0 in Führung.
Schmerzhafte Szene zwischen Ricky van Wolfswinkel und Masciangelo.
Auch in der zweiten Halbzeit dominieren die Basler – doch dank einem durch Wolfswinkel abgelenkten Schuss gelingt Lugano der Treffer zum 1:2.
Ein Déja-Vvu? Lugano gelingt der Treffer zum 2:2.
Aber nein – Ricky van Wolfswinkel kann nach einer schönen Vorlage von Kevin Bua den Ball zum 3:2 im Tor versenken.
Basel Lugano 4.11.18

Dank einem späten Treffer von van Wolfswinkel holen sich die Basler gegen Lugano doch noch den Sieg.

GEORGIOS KEFALAS

1. Die unbestrittene Stammelf überzeugt

Drei Spiele in einer Woche sind beim FCB nach dem Verpassen der internationalen Wettbewerbe mittlerweile Seltenheit geworden. Genau so wie etwas, wofür Marcel Koller verantwortlich ist: Drei Mal in Serie setzte Koller auf die exakt gleichen elf Spieler in der Startelf (Omlin; Widmer, Cömert, Xhaka, Riveros; Frei, Balanta; van Wolfswinkel, Zuffi, Bua; Ajeti). Und das, obwohl er noch am Freitag von möglichen Wechseln sprach, auch weil nach der ungewohnt hohen Belastung einer englischen Woche eine Müdigkeit da sein könnte.

Dennoch verzichtete er auf Rotation, brachte mit Balanta, Bua und Cömert drei Spieler, die am Freitag nicht mit der Mannschaft haben trainieren können. Koller aber scheint sein Gerüst und diese Kontinuität wichtig zu sein. Auch, dass Xhaka erneut in der Verteidigung und Balanta erneut im Zentrum agiert hat. Nach diversen Experimenten hat Koller seine Mannschaft gefunden. Kommen keine Sperren oder Verletzungen dazu, wird er wohl auch dabei bleiben. So zumindest ist seine Antwort zu verstehen. Und die Resultate – drei Siege in drei Spielen mit der gleichen Startelf – geben ihm Recht.

2. Der glückliche Stocker meldet sich zurück

Pfeifend kommt Valentin Stocker nach dem Spiel gegen den FC Lugano aus der Kabine spaziert. Ob er gut gelaunt sei, beantwortet er mit einem Lächeln und einem Ja. «Ich war ein bisschen länger verletzt als ich gehofft hatte. Aber jetzt bin ich die erste Woche wieder dabei und wir haben drei Mal gewonnen. Das liegt an mir», sagt er, lacht, und fügt ein unverzügliches «Nein, Spass!» hinzu.

Dass es ihm aber wieder gut geht, ist nicht zu übersehen. «Ich bin froh, wieder ein bisschen länger gespielt zu haben.» In der 75. Minute wird Stocker gegen Lugano eingewechselt. Es ist sein zweiter Einsatz seit seiner Verletzung, die er sich in der ersten Cuprunde am 17. August gegen Montlingen zugezogen hatte. Eine doofe Verletzung sei dieser Muskelfaserriss gewesen, dann habe er zu früh wieder einsteigen wollen und damit nicht unbedingt das Richtige gemacht. «Jetzt bin ich aber spritzig und wieder ganz fit.»

Dass er damit auf dem linken Flügel für wieder etwas mehr Konkurrenzkampf sorgt, bewertet er so: «Das heizt alles an und kommt der ganzen Mannschaft zu Gute.» Das klingt nach einem Versprechen für die nächsten Monate. Dass er aber nicht alleine für die guten Resultate sorgt, weiss auch er. Dennoch kommt er auf den Spass zu Beginn des Gesprächs zurück und sagt beim Weglaufen: «Es liegt nicht nur an mir. Sondern an Jonas und mir!»

3. Die inexistente Null trotz Jonas Omlin

Jonas, das ist Jonas Omlin, die Basler Nummer 1, die ebenfalls erst vor einer Woche nach einer zweimonatigen Verletzungspause zurückgekehrt ist. Omlin strahlt das aus, was sein Stellvertreter etwas vermissen liess: Ruhe und Sicherheit. Seit Omlin wieder zurück im Tor ist, gewinnt der FCB tatsächlich nur noch. Drei Spiele hat er absolviert seit der Genesung, drei Mal ging der FCB siegreich vom Platz.

Aber etwas, das kann auch ein Jonas Omlin nicht verhindern: Gegentore in der Meisterschaft. Zwar liessen die Basler im Cup gegen Winterthur erstmals seit über zwei Monaten und der ersten Cuprunde keinen Gegentreffer zu, in der Liga aber will es nicht funktionieren. Gegen GC war es ein unnötiger Treffer in der Schlussphase, gegen Lugano zwei absolut nicht zwingende, aus Standards resultierende Gegentore.

Somit hat es der FCB seit nunmehr 19 Meisterschaftspartien nicht geschafft, die Null zu halten. Nächster Versuch: Das Auswärtsspiel in Thun. Ein kleiner Motivationsschub wird der Blick in die letzten Partien gegen die Berner Oberländer sein. In Basel kassierte man zwar jeweils ein Tor. Die letzte Reise nach Thun im Februar aber war erfolgreich. Damals gewannen die Basler mit 2:0 in der Stockhorn-Arena.