Die besten U20-Degenfechter der Welt treffen sich am Samstag in Basel. Da die Zahl der Junioren-Weltcups in dieser Saison auf acht halbiert wurde, rechnen die Organisatoren mit einem starken Teilnehmerfeld, bestehend aus rund 200 Fechtern, darunter drei Athleten des Fechtclubs Basel: die Brüder Philippe und Alexandre Oberson sowie Cédric Fink.

Der 18-jährige Fink blickt auf eine wechselhafte Saison zurück und will sich mit einem guten Resultat für den Weltcup in Göteborg, zwei Wochen nach Basel, empfehlen. «Ich will von dem Heimvorteil profitieren und einen guten Wettkampf abliefern.» Dabei spielt er nicht nur auf die einheimischen Zuschauer an, sondern hofft sich vor allem einen Vorteil daraus zuziehen, dass sein Anfahrtsweg nur zehn Minuten dauert.

Erfolg dank Fitnesstraining

Der Schweizer Meister 2009 der Kategorie Kadetten hat nach einem verpatzten Saisonbeginn sein Training umgestellt. Zusammen mit einem Personaltrainer hat er sich ein Fitnessprogramm zusammengestellt und trainiert zweimal wöchentlich nach diesem. «Früher habe ich meine Kondition aus dem Fussballtraining geholt, da ich jetzt nur noch fechte, musste ich reagieren. Ich spürte, dass ich den Anschluss an die Konkurrenz verlor.» Dank des zusätzlichen Trainings hat er wieder zu alter Konstanz gefunden und wurde Anfang Dezember bei einem Qualifikationsturnier in Bern Fünfter. Dabei betont er, dass ihm das neue Training nicht nur körperlich etwas bringe, sondern ihn auch mental stärker mache.

Da der 18-Jährige keine Sportklasse besucht, muss er schauen, dass er Schule und Sport unter einen Hut bringt. «Ich wollte immer «normal» in die Schule gehen und eine solide Ausbildung absolvieren, da man mit Fechten nicht reich wird.» Im Sommer schliesst Fink die Fachmittelschule mit Schwerpunkt Gesundheit und Naturwissenschaften ab. Danach folgen ein Praktikum, Fachmatur und dann ein Studium in Life Sciences an der Fachhochschule. So der Plan. «Während des Praktikums muss ich nicht mehr für Prüfungen lernen und kann jeden Abend trainieren, das ist jetzt nicht möglich», sagt der zielstrebige Sportler.

Als Linkshänder im Vorteil

Der Basler ist einer der wenigen Linkshänder bei den Fechtern. Rechtshänder tun sich gegen ihn oft schwer. «Sie haben Mühe mit der Umstellung. Ich selbst fechte auch nicht gerne gegen Linkshänder. Dies ist zum Glück nicht so oft der Fall», schmunzelt der Schüler, der in Basel möglichst unter die besten 32 kommen will. «Es werden viele gute Degenfechter kommen. Gerade aus Deutschland werden wohl gegen die 20 Fechter antreten, da die Reise nicht so lange ist. Mein Mindestziel ist, unter die letzten 64 zu kommen.»

Dafür entscheidend ist neben einer guten Tagesform auch das Losglück. Und dass die Gegner nicht auch Linkshänder sind.