Super League

Ein neuer Vereinsrekord und verdiente Pfiffe – drei Erkenntnisse aus dem FCB-Spiel gegen Xamax

Taulant Xhaka und Martin Hansen warten mit ihrem FCB weiter auf ein Spiel ohne Gegentor.

Taulant Xhaka und Martin Hansen warten mit ihrem FCB weiter auf ein Spiel ohne Gegentor.

Der FC Basel kommt gegen Aufsteiger Xamax erneut nicht über ein 1:1 hinaus. Es ist ein Spiel mit vielen Geschichten und Erkenntnissen. Die drei Wichtigsten finden Sie hier.

1. Der FCB stellt einen neuen Vereinsrekord auf

Der FC Basel hat seit dem grossen Umbruch schon viele Negativ-Rekorde aufgestellt. Einen aber haben sich die Basler aufgehoben. Bis gestern. Denn im Spiel gegen Xamax hat der FC Basel im 17. Meisterschaftsspiel in Serie mindestens einen Gegentreffer kassiert. Das ist ein neuer Vereinsrekord für den FCB. Das letzte Super-League-Spiel, welches der FCB ohne Gegentreffer hat beenden können, datiert vom 18. April diesen Jahres. Der damalige Gegner ist auch der nächste Gegner des FCB: GC. Vielleicht ist dies ja ein gutes Omen für das Spiel vom kommenden Samstag. 

2. Die verdienten Pfiffe von den Rängen

Als Schiedsrichter Nikolaj Hänni nach vier Minuten Nachspielzeit die Partie für beendet erklärte, begann ein lautes Pfeifkonzert. Gerichtet waren die Pfiffe an die Spieler des FC Basel. Die Fans wollten ihren Unmut über die schwache Leistung kundtun. Etwas harsch, angesichts dessen, dass man immerhin noch einen Punkt geholt hat? Nein, wenn man Trainer Marcel Koller und Sportchef Marco Streller fragt. Unisono erklärten sie nach dem Spiel: "Nach so einer Leistung ist es korrekt und verständlich, dass die Zuschauer pfeifen." Streller und Koller übten selber auch heftige Kritik an der Mannschaft. Koller bezeichnete das Spiel als "uninspiriert" und meinte, "dass wir noch immer am Suchen sind, was diese Mannschaft braucht". Und Streller war vor allem die Leistung in der zweiten Halbzeit sowie der nicht vorhandene, unbedingte Wille "absolut schleierhaft". 

3. YBs Patzer bleibt unbestraft

Natürlich, von einem Meistertitel zu sprechen oder davon zu träumen ist in Basel momentan vermessen. Aber: hätte man gegen Xamax gewonnen, hätte man immerhin den Rückstand auf YB verkleinern können. Und zwar so, dass man nur noch 9 Punkte hinter dem Leader gewesen wäre und bei drei noch ausstehenden Direktduellen gar wieder aus eigener Kraft hätte Meister werden können. Da Fussball aber kein Spiel der Konjunktive ist und der FCB gegen Xamax nur ein 1:1 hat holen können bleibt YBs Punktverlust beim 3:3 im Spitzenspiel gegen den FC Zürich unbestraft. Der FCB hat weiterhin 11 Punkte Rückstand, grüsst von Platz vier und hat es verpasst, "ein Zeichen zu setzen" wie Marco Streller die ungenutzte Chance bezeichnete. 

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