Die Volleyballerinnen von Sm’Aesch Pfeffingen strahlten im Jura wie die Sonne vom Wochenend-Himmel. Mit einem diskussionslosen 3:0-Erfolg über Franches Montagnes hatte sich die Mannschaft von Head-Coach Andreas Vollmer in Les Breuleux soeben für den Schweizer Cupfinal qualifiziert.

Es war dies der tolle Schlusspunkt hinter ein in jeder Beziehung erfolgreiches Weekend. Am Samstag hatte man im Meisterschaftsspiel gegen Genève Volley nebst einem Drei-Punkte-Sieg vor allem Kräfte sparen wollen, damit die Spielerinnen am Sonntag einigermassen ausgeruht in den Jura zum Cup-Halbfinal reisen konnten.

Nach zwei klar gewonnenen Sätzen (25:15 und 25:18) schonte Trainer Vollmer die eine oder andere Stammspielerin im dritten Durchgang. Zwar mussten die neu aufgestellten Baselbieterinnen von Beginn dieses Satzes an einem drei bis vier Punkte-Rückstand hinterherlaufen, doch in der entscheidenden Schlussphase behielten Capitaine Madlaina Matter und ihre Teamkolleginnen die Nerven (22:22) und buchten die nächsten drei Punkte äusserst routiniert zu ihren Gunsten.

Kaum geduscht und im Mannschaftsbus Platz genommen, machte die Nachricht von der Niederlage des Tabellenführers Volley Düdingen bei Neuchâtel UC die Runde, sodass man die Heimreise in Richtung Aesch als neuer Leader in Angriff nehmen konnte.

Motivation für schwieriges Cupspiel

Diese neue Tabellensituation gab dem Team nochmals einen positiven Schub für das wichtige Cupspiel gegen Franches Montagnes in der von den Gegnerinnen ungeliebten engen La Pépinière-Halle. Zwar hatte Sm’Aesch Pfeffingen die bisherigen drei Meisterschaftsspiele in der Qualifikation gegen die Jurassierinnen jeweils klar für sich entschieden, doch auch der klare Favorit hatte immer im Hinterkopf, dass Cupspiele oft ihre eigenen Gesetze haben.

Doch es waren Topskorerin Dora Grozer und Capitaine Matter, welche schon im Startsatz das Sagen hatten und trotz vier vergebenen Satzbällen mit einem klaren 25:17 in diese Partie gingen. Auch in der Folge bestimmten meist die in allen Belangen überlegenen Gäste mit einer starken Gabi Schottroff am Mittelblock das Geschehen und holten sich den zweiten Satz in 24 Minuten mit 25:20.

Die Entscheidung in diesem Spiel schien dann im dritten Durchgang beim Stand von 21:14 für die Baselbieterinnen gefallen zu sein, als die Gastgeberinnen kleine Unaufmerksamkeiten nutzten (21:18) und Sm’Aesch-Coach Vollmer ein Time-Out nehmen musste. Danach lief dann aber wieder alles nach Plan und die vielen mitgereisten und sich lautstark bemerkbar machenden Sm’Aesch Pfeffingen-Fans konnten den Finaleinzug ihres Teams bejubeln. Im Cupfinal trifft Sm'Aesch Pfeffingen auf Neuchatel UC