Handball
Ein Punkt als Weihnachtsgeschenk für RTV-Handballer

Den Basler NLA-Handballern gelingt zum Abschluss der Hauptrunde ein 26:26 (14:13) gegen den HC Kriens-Luzern. Damit bestätigt der RTV den zuletzt angedeuteten Aufwärtstrend

Ilan Olstein
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RTV Basel und Kriens Luzern teilen sich die Punkte
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Marko Vukelic im Angriff.
Max Dannmeyer überspielt den Block von Kriens.
Yannik Ebi versucht sich durchzusetzen.
Max Dannmeyer am Kreis gegen Daniel Fellmann und Fabio Baviera (15).

RTV Basel und Kriens Luzern teilen sich die Punkte

Gespielt waren 50 Spielminuten, das Score lautete 20:23 zu Gunsten der Gäste aus der Zentralschweiz und nur die Optimisten unter den 300 anwesenden Fans in der Rankhofhalle hätten noch auf einen Punktgewinn der Bebbi gewettet.

Denn für gewöhnlich ist das gegen eine Mannschaft wie Kriens-Luzern eine zu grosse Hypothek. «Mein Assistent und ich waren uns in der Pause einig: Wenn wir punkten wollen, dann brauchen wir mindestens ein Drei-Tore-Polster für die Schlussphase», meinte Wernle nach der Partie.

Kämpferischer RTV

Nun man lag mit drei Treffern zurück. Doch der RTV steckte nie auf und das während der gesamten Partie. Den Gästen wollte der Gnadenstoss nicht gelingen und so kämpfte sich der RTV wieder zurück in die Partie. Dann waren nur noch wenige Sekunden auf der Matchuhr und der erneut starke Max Dannmeyer versuchte beim Stand von 26:26 sein Glück aus der zweiten Reihe - er verzog.

Es blieb bei der verdienten Punkteteilung und damit konnte man in den Reihen der Basler mehr oder weniger gut leben. «Wenn zum Schluss nur ein Tor zum Sieg fehlt ärgert einen das aber wir nehmen den Punkt natürlich gerne», sagte RTV-Kreisläufer Simon Wittlin. Sein Trainer fand noch einen positiven Aspekt: «Wir haben nun zweimal hintereinander zu Hause gepunktet.»

Festzustellen gilt es, dass dieses Team lebt und sich nach einer lange enttäuschenden Hauptrunde zum Schluss wieder gefangen hat. Der Blick auf die Tabelle ist trotzdem nicht erfreulich. Für die kommende Abstiegsrunde geht der RTV mit drei Punkten Rückstand auf den Vorletzten GC Amicitia ins Rennen um den Klassenerhalt.

Ist Verstärkung im Anflug?

Doch das Selbstvertrauen und der Glaube an sich selbst sind zurück. Wittlin blickt dementsprechend optimistisch in die Zukunft: «Es ist noch alles möglich, entschieden ist noch überhaupt nichts. Wir spielen noch viermal gegen jeden Gegner - zweimal zu Hause. Gerade gegen GC rechnen wir uns einiges aus.»

Nicholas Satchwell, RTV-Ersatztorhüter, wird zu diesem Zeitpunkt nicht mehr zum Team gehören. Er setzt seine Ausbildung in Dänemark fort. Auch sonst tut sich was an der Transferfront: Möglicherweise werden die Realturner das schmale Kader mit zwei ausländischen Rückraumspielern verstärken. Das würde die Chancen auf den Ligaerhalt weiter erhöhen aber nicht sicherstellen. Der Entscheid fällt in den kommenden zwei Wochen. Doch ganz gleich ob mit oder ohne neue Spieler - die Basler haben ihre Situation mit dem gestrigen Spiel verbessert.