Im Fernduell am Strich mit Red Ice Martigny haben die Basler zwar gleichgezogen, doch während es die Basler zum Abschluss mit vier Gegnern der oberen Tabellenhälfte zu tun bekommen, hat Red Ice mit dem HC Sierre in der letzten Runde ein vermeintliches «Freilos».

Ein solches hätten sich auch die Basler gegen Thurgau erhofft. Doch weil sie aus ihrer Überlegenheit zu wenig machten, verpassten sie es, drei Punkte zu holen.

Thurgaus bescheidene Gegenwehr

Schon zu Beginn war das Spiel verhalten. Die Basler hatten leichte Feldvorteile, gingen aber anfänglich wenig offensives Risiko ein. Die erste grosse Chance des Spiels hatte Cyrille Scherwey nach sieben Minuten, als er es mit dem Kopf durch die Wand versuchte. Zwei Minuten später sollte es aber doch klappen mit Pascal Wittwers Führungstreffer.

Die Gegenwehr der Thurgauer, die als Sparmassnahme zahlreiche Spieler an andere Clubs ausgeliehen haben, hielt sich in Grenzen. Die grösste Chance bot sich den Ostschweizern bei Spielmitte, als die «Haie» Nando Wüthrich und Olivier Schäublin für zwei unterschiedliche Fouls auf die Strafbank mussten. Aus den zwei Minuten mit zwei Mann mehr machten die Gäste jedoch wenig. Nach Ablauf der Strafen verpasste hingegen Eric Arnold eine riesige Kontermöglichkeit, als er nach einem Querpass das beinahe leere Tor nicht traf.

Besser machte es Arnold zwei Minuten später, als er erneut vor Thurgau-Torhüter Dennis Saikkonen an den Puck kam, diesen hinters Tor brachte und zum Verteidiger Kim Scheidegger zurückspielte, welcher die Lücke im Tor fand. Eine Unachtsamkeit 30 Sekunden vor der zweiten Pause reichte aber, damit Matthias Rossi den Rückstand wieder auf ein Tor verkleinern konnte.

Polemik um Jewgeni Schirjajew

Im Schlussdrittel standen die Basler dem nächsten Tor lange Zeit näher, scheiterten aber reihenweise. In der 53. Minute gelang den Thurgauern entgegen dem Spielverlauf der Ausgleich. Nachdem Claudio Zurkirchen in Überzahl zuerst den Pfosten getroffen hatte, verwertete Mathias Arnold den Abpraller.

Auch in der Verlängerung nutzten die Basler ihre Überlegenheit nicht, gewannen dafür im Penaltyschiessen wenigstens den zweiten Punkt.

Für etwas Kontroverse sorgte die Abwesenheit von Jewgeni Schirjajew. War er aus «Leistungsgründen», so die offizielle Version, überzählig, oder weil er ab Mai beim Strichrivalen Martigny unter Vertrag steht?