Vor der Partie hatte Monthey, der Schweizer Meister der Saison 2016/17, durchblicken las­sen, dass die englische Woche (mit zwei klaren Niederlagen gegen Les Lions de Genève und Fribourg Olympic) der Mannschaft arg zugesetzt hatte.

„Unser Topskorer Arizona Reid und Center Kenneth Frease sind angeschlagen und ihr Einsatz fraglich. Aber auch Karl Cochran, der smarte Spielmacher, ist fraglich“, liessen die Walliser medial verkünden. Als die Partie jedoch angepfiffen wurde, war Monthey fast vollzählig und konnte auf ein homo­genes, amerikanische Profiquartett-Quartett zählen.

Den eigenen Mann verletzt...

Die Gastgeber hingegen standen ohne Spielmacher da. Denn im Abschlusstraining am Freitagabend hatte Ryan Smith, dieser 213 Zentimeter lange Center, den eigenen Mitspie­ler Justin Mitchell förmlich K.o. geschlagen. Ungewollt, aber symptomatisch für einen Mann, der seit seiner Ankunft in Birsfelden im November 2018 ein einziges Missverständ­nis und ein noch grösseres Ärgernis ist.

Ein Starwings-Anhänger, der seit 15 Jahren (und dem Aufstieg in die Nationalliga A) alle Heimspiele der Birsfelder gesehen hat, meinte zum wiederholten Male: „Ich habe in Birsfelden Aberdutzende von Profis gesehen – aber so ei­nen schlechten Mann noch nie“.  Dass der aktuelle Trainer (Pascal Donati) seine Spieler, inklusive Smith, verteidigt, ist richtig. Dass sein Vorgänger (Roland Pavloski) diesen Mann als „nicht schlecht, wenn man ihn richtig anspielt“ bezeichnet, mutet wie ein Hohn an. Mer­ke: Aus einem Nichtschwimmer macht man keinen Wasserballer…

Ohne valablen Aufbauer, der denken und lenken sollte (was die Alternative Branislav Kostic zu keinem Zeitpunkt glückte) und Center, der nicht im Ansatz sein Leben als Berufsspieler bestreiten sollte, hielten die Starwings in der ersten Halbzeit gut mit.

Dies, weil mit Antonio Hester ein Mann auf dem Feld war, der so ziemlich das Gegenteil von Mister Smith ist. Hester macht vieles gut, einiges sogar ausserordentlich gut. Und in den zweiten 20 Minuten, als die Starwings von Minute zu Minute einbrachen und in die Zeiten zu Saisonbeginn (neun Nie­derlagen in Folge) fielen, spielte Hester sozusagen (s)ein eigenes Spiel gegen fünf Widersacher.

Denn einen Mitspieler, der im Ansatz so etwas wie Basket auf Nationalliga-A-Niveau spielte, gab es, mit Ausnahme von Alexis Herrmann, in Baselbieter Reihen nicht.

Team um „Don Antonio“ aufbauen?

Die Starwings-Verantwortlichen tun gut daran, Antonio Hester ein Verbleib in Birsfelden schmackhaft zu machen und ihm ein (Familien-)Umfeld zu präsentieren; und einige seiner (neuen) Mitspieler sollten Akteure sein, die ein solides Basket-ABC mitbringen. Am Sams­tag suchte man diese gegen Monthey vergeblich

Es ist zu hoffen, dass Smith am Dienstag, im Hinblick auf die Mittwochs-Nachtragspartie in Lugano gegen SAM Massagno, keinen weiteren Mitspieler ausser Gefecht setzt. Es reicht, wenn er noch sechs Spiele lang (mit-)“wursteln“ darf…