Fussball
Ein Sieg bringt eine Woche Hoffnung

Trotz bravouröser Aufholjagd ist die Chance, dass der FC Laufen den Ligaerhalt wahren kann, nicht allzu gross - die Hoffnung gibt in Laufen jedoch niemand auf. Kommt es dann doch zum Abstieg, muss nicht heftig nach den Ursachen gesucht werden.

Edgar Hänggi
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Ohne Laufens Abwehrchef Sehad Sinani (vorne) wäre die Abstiegsfrage wohl schon geklärt. Foto: Hänggi

Ohne Laufens Abwehrchef Sehad Sinani (vorne) wäre die Abstiegsfrage wohl schon geklärt. Foto: Hänggi

Drei Punkte liegen die Laufentaler hinter dem FC Colombier, der zudem die um elf Treffer bessere Tordifferenz aufweist. Trotzdem, in Laufen hat keiner resigniert. «Wir hoffen, dass Colombier gegen Courtételle und Alle verliert und wir gegen Liestal und Concordia vier Punkte holen», so Sportchef und ad-interim-Trainer James Bader.

Wenn es dann doch zum Abstieg kommt, muss nicht allzu heftig und lange nach Ursachen gesucht werden. Wer nach der Vorrunde lediglich sechs Punkte auf dem Konto hat, braucht sich nicht zu wundern, wenn er eine Etage tiefer steigen muss.

Die gesamte Saison verlief etwas chaotisch. So konnte Trainer Blerim Ahmeti in der Hinrunde in keinem Spiel mit der Wunschformation spielen. Gegen Bassecourt etwa fehlten nicht weniger als zehn Stammspieler. In der Winterpause verliessen einige den Verein, auch, weil sie teilweise keine Lust mehr hatten. Die Lücken konnten erst sehr spät geschlossen werden. «Wir hatten neue Spieler im Trainingslager, die dann einfach nicht mehr erschienen.» Bader spricht auch ein anderes Problem an. Man hatte einige Goalies, doch als Not am Mann war, musste in Moutier, nach dem Platzverweis für Schnell, mit Jankovic ein Feldspieler zwischen die Pfosten. «Ich möchte nicht mehr ins Detail gehen. Ahmeti hat gute Arbeit gemacht, aber es gab Gründe, dass wir uns für die nächste Saison eine andere Lösung suchten und die dann auch zur Entlassung führten.»

Der Sportchef will nichts davon wissen, dass Laufen Gerüchten zufolge schon längere Zeit wieder an Philipp Rossinelli interessiert war. «Wir haben auch Fehler gemacht und daraus zogen wir Konsequenzen. Wir müssen den Spielern gegenüber härter und klarer auftreten. Das hätte auch der Trainer müssen. Bei Rossinelli ist bekannt, dass er nicht mit sich reden lässt und auch deshalb wollten wir ihn zum dritten Mal.»

Beim FC Laufen strebt man Kontinuität an. Sollte der Abstieg Tatsache werden, wird man einen Stock tiefer eine Art Neubeginn starten – eine Katastrophe für den Verein wäre es jedenfalls nicht. Es gebe, so Bader, verschiedene «Baustellen». In der zweiten Mannschaft sucht man eine Trainerlösung und bei den A-Junioren ist einiges unklar.

Trotz all dem oder gerade deswegen klemmen sich jetzt alle hinter das eine Ziel, das Klassenerhalt heisst. Gegen Liestal will und muss man gewinnen und hoffen, dass Colombier nicht punktet. Dann bleibt eine weitere Woche Hoffnung. Vom Ausgang betroffen ist auch die regionale 2. Liga. Denn sollte Laufen mit Therwil absteigen, müssen vier Teams in die 3. Liga.