Der Spielverlauf: Grosser Kampf und grosses Spiel

Da schmeckt die Olma-Bratwurst gleich noch besser. Der FC Basel und vor allem auch die Gastgeber aus der Ostschweiz geben von Beginn an Vollgas und wollen unbedingt den Führungstreffer. Unter der beidseitigen Verbissenheit leidet der Fussball-Ästhetiker, der Fussball-Romantiker jedoch sieht eine hart umkämpfte Rasenschlacht, viele Chancen und ein ständig wanderndes Momentum: grosses Kino für den neutralen Beobachter.

Das Skore eröffnet Vincent Sierro für den FC St. Gallen in der 30. Minute. Einen abgefälschten Flankenball wuchtet der am zweiten Pfosten freistehende Leihspieler vom SC Freiburg in die Maschen. Und dabei legt er die eklatanten Basler Defensivprobleme offen, die auch die kämpferisch engagierte Leistung in der Ostschweiz nicht vergessen macht.

Der FC Basel reagiert jedoch prompt. Albian Ajeti schiebt nur sieben Minuten später zum Ausgleich ein. Glück für ihn: Nur weil ein St. Galler das Zuspiel von Fabian Frei noch abfälscht, steht der Basler hier nicht im Abseits.

Nach der Pause machen die Teams weiter, wo sie aufgehört haben. Ein, mit harten Bandagen geführtes und lange offen bleibendes Spiel wird schliesslich zwischen der 81. und der 85. Minute entschieden: Zweimal bedient Ricky van Wolfswinkel umsichtig seine Mitspieler. Erst Zuffi und dann Riveros lassen die mitgereisten Basler Anhänger jubeln und besiegeln der ersten Basler Auswärtserfolg der Super-League-Saison.

Der Beste: Kevin Bua

Obwohl er keine unmittelbare Torbeteiligung vorweisen kann, hat Kevin Bua doch bei nahezu allen gefährlichen Basler Offensivaktionen die Füsse im Spiel. Der 25-Jährige beackerte den linken Flügel mit Leidenschaft, beschäftigte die St. Galler und riss immer wieder Räume auf. Auch seine Eckstösse sind gefährlicher als auch schon. Nach dem schwachen Auftritt in Lugano ist Bua, der im Tessin noch enttäuschte, die Versinnbildlichung des Rucks, der vor der Fahrt in die Ostschweiz offenkundig durch den FCB ging.

Das gab sonst noch zu reden: Griechischer Schiedsrichter sorgt für Kopfschütteln

Keine Freunde hat sich Ioannis Papadopoulos in St. Gallen gemacht. Der griechische Austausch-Schiedsrichter verblüffte Spieler und Zuschauer mit einer sehr grosszügigen Regelauslegung - insbesondere bei einer Szene im Basler Strafraum, in der Eder Balanta den ExBasler Dereck Kutesa penaltywürdig fällt, der Grieche jedoch laufen lässt. Jedoch ist Papadopoulos trotz einiger Fehlentscheidungen zugute zu halten, dass ein derart fulminantes Spiel nur aufgrund seiner toleranten, auf Spielfluss bedachten Linie möglich war.

Spiel verpasst? Lesen Sie hier die Partie im Liveticker nach:


Liveticker
Tabelle


Calendar