Alles war bereit für den ultimativen Spitzenkampf zwischen dem Leader Sm’Aesch Pfeffingen und seinem hartnäckigsten Verfolger Volley Düdingen. Beide Teams hatten ihre Auswärtsspiele vom Samstag gewonnen, die Baselbieterinnen mit 3:2 in Neuenburg und die Fribourgerinnen klar mit 3:0 in Cheseaux. Rund 650 Zuschauer freuten sich auf diesen Vergleich der derzeit besten Volleyteams der Schweiz. Doch beim Heimteam war einiges nicht so, wie es eigentlich vorgesehen war. Neben den Langzeitverletzten Solenn Fabien, Taylor Tashima und Anika Schwörer fehlten an diesem Sonntagnachmittag auch Topskorerin Dora Grozer (krank) und Jessica Ventura (Bänderriss). Auf Grund dieser sehr unglücklichen Ausgangslage musste Schlimmes befürchtet werden, konnten doch die Gäste in Vollbesetzung antreten und beim Heimteam mussten mit Anna Surikova und Sarah Lutz zwei Juniorinnen in die Bresche springen.

Schon sehr bald bestätigten sich die Befürchtungen, dass es ohne Topskorerin (Grozer) und der zweitbesten Punktesammlerin (Ventura) äusserst schwer werden würde diese Partie zu seinen Gunsten entscheiden zu können. Beim zweiten technischen Time-Out im Startsatz lagen die Gäste dann auch vor allem dank Punkten ihrer starken Angreiferinnen Danielle Harbin und Sabel Moffett mit 16:9 in Führung. Trotz verzweifeltem Zwischenspurt und einigen schönen Punkten von Gabi Schottroff ging dieser Satz letztlich klar an Düdingen.

Tapfer im zweiten Satz

Im zweiten Satz steigerte sich das arg gebeutelte und nicht wirklich eingespielte Team von Head-Coach Andreas Vollmer, jetzt mit der erst 17-jährigen Annalea Maeder am Pass, und hielt das Geschehen lange Zeit ausgeglichen (10:11). Doch wenn man punktemässig wieder am Gegner dran war patzten die Baselbieterinnen in der Annahme (Livia Zaugg) oder beim Service (Schottroff), sodass auch der zweite Satz zu Gunsten des Verfolgers ausging.

Trotz gutem Start in den dritten Satz (8:6) lief beim Tabellenführer längst nicht alles nach Wunsch und beim zweiten technischen Time-Out schien beim Spielstand von 14:16 das Spiel gelaufen. Denn jetzt standen bei den Gastgeberinnen mit Kristen Tupac und Monika Chrtianska nur noch zwei Ausländerinnen auf dem Platz und der Sieg ging wenig später nicht unerwartet an die Gäste, welche jetzt neu von der Tabellenspitze grüssen.

Startsatzschock in Neuenburg

Das gab es in der bald 20-jährigen Vereinsgeschichte von Sm’Aesch Pfeffingen wohl noch nie. Gleich mit 25:5 wurden die Baselbieter Volleyballerinnen im ersten Satz vom Feld gefegt. Nach dem Satzausgleich geriet das Vollmer-Team im dritten Durchgang satzmässig erneut in Rückstand, konnte aber dank einer eklatanten Leistungssteigerung wieder ausgleichen und das Tie-Break letztlich zu seinen Gunsten entscheiden.