Fussball
Ein starker FC Liestal verpasst gegen Laufen den Sieg nur knapp

Der FC Laufen und der FC Liestal trennen sich im Derby 2:2. Der Ausgleich für das Heimteam fiel erst kurz vor Schluss. Trainer Vincenzo Meo trug es aber mit Fassung. Ihm hatte gefallen, dass sein Team Fortschritte macht.

Edgar Hänggi
Merken
Drucken
Teilen
Beide Teams schenkten sich nichts. Laufens Kadri Hamzaj (links) und Liestals Marco Diener kämpfen um das Spielgerät. eha

Beide Teams schenkten sich nichts. Laufens Kadri Hamzaj (links) und Liestals Marco Diener kämpfen um das Spielgerät. eha

Verpasste der FC Liestal vor einer Woche im Heimspiel gegen Kosova in der Nachspielzeit ein Unentschieden, so gab man in Laufen in der Schlussphase einen schon fast sicher scheinenden Sieg aus den Händen. Trainer Vincenzo Meo trug es mit Fassung. «Was mir trotzdem gefällt, ist, dass wir sichtbare Fortschritte machen und dass wir das bessere Team waren.» Es war erstaunlich, wie selbstbewusst die Kantonshauptstädter in Laufen auftraten. Da hatte man noch keinen Punkt und kein Tor erzielt und gegenüber stand ein Gegner, der zuvor gleich sieben Tore schoss.

Liestal begann unbeeindruckt frech, überzeugt vom eigenen Können und gab dadurch dem Heimteam unerwartete Probleme auf. Als just in eine Druckperiode der Gäste durch Kevin Eigenmann, er wurde durch Michael Doppler herrlich lanciert, das Laufner Führungstor fiel, machte sich für einen Moment Verunsicherung bei Liestal breit. Laufen hatte nun die Chance für einen zweiten Treffer; doch die Gäste fanden sich wieder. Nachdem Laufens Schlussmann Tobias Schnell zweimal mirakulös rettete, traf der Franzose Florian Hengel von der linken Strafraumseite unhaltbar. Sekunden vor der Pause verpasste Eigenmann die erneute Führung, als er sich ein Zuspiel von Kadri Hamzaj etwas zu weit vorlegte und Goalie Mathieu Wolownik klären konnte.

Nach dem Seitenwechsel wurde die Überlegenheit der Gäste noch deutlicher. Laufens Trainer Philippe Rossinelli hatte dafür eine Erklärung. «Bei uns kamen ein paar Leistungsträger nicht auf Touren und Liestal ist besser, als es die Tabelle ausdrückt.» Ardit Osmani scheiterte in der 49. Minute mit einem Schuss nur um Zentimeter. Doch nur wenige Minuten danach wurden Liestals Angriffsbemühungen belohnt. Tim Isler fängt einen Laufner Angriff ab, spielte den Ball zu Osmani und der schickt Hengel. Noch bevor der Stürmer schiesst, jubeln die Ersatzspieler bereits.

Sowohl Meo als auch Rossinelli rühmen die gute Moral ihrer Spieler. Bei Laufen führte sie dazu, dass man nicht aufgab und zumindest den Punkt wollte. Durch teilweise umstrittene Entscheide der Unparteiischen aufgeputscht, fightete das Heimteam. Es war dann aber eine Einzelleistung des immer besser werdenden Eigenmann, der den Ausgleich brachte. Für Meo stimmt der Weg, den er mit seinem Team geht, trotzdem. «Wir wussten, dass bei so vielen Veränderungen noch nicht alles stimmen kann. Wir machen aber Fortschritte das, was ich gesehen habe, stimmt mich zuversichtlich, dass der erste Sieg nahe ist.»