2. Liga Inter
Ein Traumstart für den Aufsteiger FC Therwil

Der FC Therwil hielt der harten Spielweise von Courtételle stand und gewann 2:0. Obwohl die bisherigen Gegner noch nicht die ganz schweren Brocken der Liga waren, stehen die Gelbschwarzen nach zwei Runden mit dem Punktemaximum da.

Nicolas Lurati
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Therwils Francesco Spallato (rechts) wird von Courtételles Eliott Meyer hart dran genommen

Therwils Francesco Spallato (rechts) wird von Courtételles Eliott Meyer hart dran genommen

Juri Junkov

Sogar der Basler Regierungsrat Christoph Brutschin gab sich die Ehre und besuchte den allerersten Heimauftritt des FC Therwils in der 2. Liga interregional. Dies jedoch nicht nur zur Pflege der guten Beziehungen mit dem Nachbarkanton. Nein, Brutschin spielte selbst mal für Therwil und konnte sich daher dieses Ereignis kaum entgehen lassen. Neben dem Einsatzwillen, den der FCT beim 2:0-Sieg gegen den Gegner aus Courtételle nie vermissen liess, hat es Brutschin vor allem die Vereinsphilosophie des Aufsteigers angetan: «Mir gefällt, wie hier mit wenig Mitteln viel erreicht wird.»

Tatsächlich haben die Baselbieter - natürlich von den zwei Aufstiegen in den letzten beiden Jahren ganz zu schweigen - auch in der neuen Spielzeit schon wieder einiges erreicht. Obwohl die bisherigen Gegner noch nicht die ganz schweren Brocken der Liga waren, stehen die Gelbschwarzen nach zwei Runden mit dem Punktemaximum da. Doch gerade gegen den letzten Kontrahenten, den FC Courtételle, spiegelte das Ergebnis nicht unbedingt die tatsächlichen Spielanteile und Chancenverhältnisse der Partie wider. So war beispielsweise nach dem frühen Führungstor durch Stefan Jeltsch nicht mehr allzu viel von den Hausherren zu sehen.

Trotzdem hätte der FCT die Begegnung in der Folge zumindest vorentscheiden können, denn Michel Weber wurde vom Jurassier Richard Charmillot im Strafraum gefällt. Den anschliessenden Elfmeter von Adrian Kunz, konnte der leicht unförmig wirkende Courtételle-Keeper Dan Botteron jedoch entschärfen.

Hartes Spiel in der 2. Halbzeit

War es im ersten Durchgang eine Partie mit sozusagen «normalen» Fouls, wie zum Beispiel jenes bei der Penalty-Szene, wurde die Gangart in Halbzeit zwei radikal verschärft: Ein ums andere Mal wurden die Therwil-Akteure von den Gästen rustikal angegangen und dabei musste vor allem FCT-Rechtsverteidiger Marco Oeggerli einiges einstecken. Die jurassischen Hardcore-Fans sahen das Geschehen jedoch konträr: Sie unterstellten Oeggerli lautstark Fallsucht und gingen in der Folge bei jedem Pfiff gegen einen ihrer Akteure auf die Barrikaden.

In der Folge wurde ihre Gemütslage wohl kaum besser, denn in der 83. Minute konnte Marco Ledermann mit dem 2:0 der Begegnung endgültig den Deckel aufsetzen. Obwohl seine Schützlinge teilweise gesundheitsgefährdend attackiert wurden, überwiegte bei Therwil-Trainer Franz Glaser nach dem Schlusspfiff die Freude: «Wir hielten der harten Spielweise des Gegners stand und können nun erhobenen Hauptes mit dem Punktemaximum im Sack dem Derby gegen Allschwil entgegenblicken.» Gute Voraussetzungen also für den FC Therwil.