«Ein so schönes Tor habe ich noch nie gemacht», gestand Berkay Sülüngöz. Der grossgewachsene Innenverteidiger ist normalerweise nach Standards per Kopf erfolgreich, doch gegen den FC Breitenrain stellte der Solothurner seine exzellente Körperbeherrschung unter Beweis und traf aus zehn Metern per «Bicicletta». 

Mehr Kapital aus seinen wenigen Chancen konnte der rotblaue Nachwuchs aber nicht schlagen. Und weil die Berner elf Zeigerumdrehungen zuvor durch Miroslav Konopek in Führung gegangen waren – der Stürmer profitierte von einem Fehlpass Dominik Schmids und war flach von der Strafraumgrenze erfolgreich –, war Sülüngöz' Traumtor aus der 64. Minute nicht der Sieges-, sondern lediglich der Ausgleichstreffer. 

«Solche Spiele gibt's halt», sagte der FCB-U21-Abwehrchef und meinte damit die Tatsache, dass es gegen tief stehende Mannschaften wie Breitenrain nicht einfach ist, zu spielen. Gleiches erzählte auch sein Trainer Raphael Wicky, der mit dem Auftritt seiner Elf zumindest teilweise zufrieden war. «Es war ein Knorz, aber ich fand, dass wir es in der ersten Stunde nicht schlecht gemacht haben.»

Besonders die Reaktion auf den Rückstand, in der die Basler mit Chancen von Sülüngöz (55.), Afimico Pululu (56.), Schmid (58.) und Giuseppe Morello (61.) ihre beste Phase hatten, hatte Wicky gefallen. Im letzten Viertel der Partie gelang dem Heimteam trotz sichtlichem Bemühen aber nicht mehr allzu viel. «Da haben wir im Spiel nach vorne unsere Linie verloren und etwas konfus agiert.»

So war es der Berner Quartierclub, der in der Schlussphase die besseren Möglichkeiten hatte. Die letzte gehörte Edis Colic, dem tief in der Nachspielzeit beinahe der «Lucky Punch» gelungen wäre. Doch Loris Micelli sorgte mit einer Rettungsaktion auf der Linie dafür, dass der Breitenrainer  Offensivspieler nicht einen direkt verwandelten Corner bejubeln konnte.