Europa League

Ein überzeugender FC Basel fertigt Apoel Nikosia ab

Der FC Basel überzeugt im Sechzehntelfinal-Hinspiel der Europa League in allen Belangen und gewinnt auswärts gegen Apoel Nikosia mit 3:0. Mit diesem Erfolg verschafft sich das Team von Marcel Koller eine herausragende Ausgangslage für das Rückspiel der kommenden Woche.

Es sind zwei verschiedene Welten. Auf der einen Seite dieses eher blasse, uncharmante Gesicht im südlichen Teil der Stadt. Auf der anderen, nördlichen Seite, ein schönes Antlitz, das einen mit seinen vielen Details in den Bann ziehen kann. Getrennt nur durch einen Grenzübergang, den sie hier grüne Linie nennen. Hier, das ist Nikosia, die zweigeteilte Hautptstadt Zyperns.

Und hier, das ist auch der Ort, an dem der FC Basel sich am Donnerstag entscheidet, sein zweites Gesicht zu zeigen. Schon die ganze Saison hat auch er diese zwei Erscheinungen. Jenes blasse aus der Liga - und jenes begeisternde im inter-nationalen Geschäft. Mit zuletzt vier Niederlagen aus fünf Spielen war der FCB nach Zypern zu diesem Sechzehntelfinal-Hinspiel in der Europa League gereist.

Die Hoffnung im Gepäck, hier eine Trendwende zu schaffen, sich die Mini-Krise  vom Leib zu spielen. Und das gelingt auf eindrückliche Art und Weise. Der FCB ist früh wach und präsent, während Nikosia Mühe hat, sich in dieses Spiel zu kämpfen. Die Gastgeber wirken nicht wie dieses Team, das Sevilla hat besiegen und Ajax Amsterdam ein Unentschieden hat abtrotzen können. Mit nur einem - zwar absolut sensationellen - Pass Eray Cömerts von der Mittellinie aus hebelt dieser die gesamte zypriotische Mannschaft aus, findet Raoul Petretta, der den Diagonalpass nicht weniger überragend annimmt und zum 1:0 im Tor unterbringt.

Die improvisierte Mannschaft überzeugt

So fein die Technik beim ersten, so sehenswert ist die Kombination des FCB beim 2:0. Über die Hacke von Samuele Campo landet der Ball bei Fabian Frei, der findet Valentin Stocker und dieser das Tor. Der FCB spielt sich in einen Rausch, der im perfekt platzierten Flachschuss von Arthur Cabral und dem Tor zum 3:0 gipfelt. Dieser klare Basler Sieg geht auch in dieser Höhe in Ordnung, dürfte gar noch etwas deutlicher sein. Zu überzeugend, routiniert und sicher agiert der FCB. Es sind Welten, die ihn von seinen Leistungen wie beispielsweise gegen St. Gallen unterscheidet.

Die Basler beeindrucken mit einem geschlossenen, funktionierenden Kollektiv. Ein starkes Zeichen, gerade angesichts der aufgrund zahlreicher Absenzen eher improvisierten Aufstellung von Marcel Koller. Mit Raoul Petretta nominiert der FCB-Trainer einen Spieler auf dem Flügel, der in aller Regel dort nicht aufläuft. Wie aber schon im Heimspiel in der Gruppenphase  gegen Getafe funktioniert diese Versetzung Petrettas eine Reihe weiter nach vorne perfekt.

Die Rechnung geht für den FCB auf. Und er begleicht gleich auch noch jene offene Rechnung von vor eineinhalb Jahren. Damals scheiterte der FCB im selben Stadion gegen Apollon Limassol auf dem Weg in die Europa League. Die Folge war die erste von sehr vielen heiklen Phasen für Koller. Auch momentan ist der Trainer der Basler angezählt, spielt in diesen Tagen um seine noch immer unklare Zukunft.

Mit dem gestrigen Ausrufezeichen kann er die  Kritik vorerst etwas dämpfen. Die Ausgangslage ist so gut, dass alles andere als ein Weiterkommen nicht mehr auszudenken ist. Für einmal wäre es auch nicht so tragisch, würde der FCB im Rückspiel in einer Woche sein weniger schönes Gesicht zeigen.

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