FC Basel
Ein unerwartetes Comeback: Paulo Sousa schnürt die Kickschuhe

Der FC Basel gewinnt das jährliche Testspiel gegen die Novartis Selection mit 14:6. FCB-Trainer Sousa spulte für einmal seine Kilometer nicht an der Seitenlinie ab, sondern gab im bunt gemischten Novartis-Team sein Comeback.

Cedric Heer
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FC Basel im "Test" gegen die Novartis Selection
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Hamoudi (in Weiss) lässt seine Klasse aufblitzen.
Giovanni Sio wird für einmal gestoppt.
Abwehrchef Walter Samuel hat die Novartis-Kicker im Griff.
Giovanni Sio trifft beim Spass-Kick.

FC Basel im "Test" gegen die Novartis Selection

Sacha Grossenbacher

Wie jedes Jahr trafen sich der FC Basel und Hauptsponsor Novartis für ein Testspiel der besonderen Art. Während der FCB die Gelegenheit als lockeres Auslaufen nach dem Sieg gegen Sion nutzen konnten, war es für die Mitglieder der Novartis ein ganz besonderer Morgen. «Es ist immer eines der Highlights des Jahres, wenn man gegen die Profis spielen kann», schwärmt Andre Wyss, der Schweizer Länderpräsident von Novartis.

Das Resultat war dann auch zweitrangig, denn von der 14:6-Niederlage spricht am Ende niemand mehr. 14 Gegentore kassiert und trotzdem zufrieden, so reüssiert Alain Dubois, Torhüter der Novartis-Auswahl, das Spiel. «Während es in der ersten Halbzeit noch ein bisschen mehr zur Sache gegangen ist, wurde die 2. Halbzeit fast zur Komödie», sagte er schmunzelnd.

Lockere 10:0-Führung

Nach der etwas ernsteren ersten Halbzeit, die beide jeweils 30 Minuten dauerten, lag der FCB komfortabel mit 10:0 in Führung. Ohne einige starke Paraden von Dubois, der zwar nicht bei der Novartis arbeitet, dafür aber auch bei den Senioren des SC Novartis zwischen den Pfosten steht, wären die Bebbi wohl gar noch höher in Führung gelegen. Die Leistung der von jung bis alt gemischten Novartis Selection passte FCB-Trainer Sousa nur mässig, weshalb er sich dafür entschied, sein Comeback zu geben. So verpflichtete er sich und Co-Trainer Torreño in der zweiten Halbzeit gleich selbst bei Novartis und liess fortan mit zwölf Mann auf dem Feld spielen. Von einem lustigen Morgen, bei dem vor allem der lockere Umgang miteinander und die Atmosphäre von beiden Seiten gelobt wurde, war die Rede. Nicht nur die Mitglieder der Novartis, sondern auch die FCB-Profis selbst hatten grossen Spass an der Partie. «Man spielt nicht oft gegen den eigenen Coach», freute sich allen voran Serey Die, der sich einige hitzig-amüsante Duelle mit seinen Gegenspielern lieferte.

Kuriose Szene: Serey Die grätscht Trainer Paulo Sousa den Ball weg.

Kuriose Szene: Serey Die grätscht Trainer Paulo Sousa den Ball weg.

Sacha Grossenbacher

Sechs Tore dank Frei und Co.

Die Komödie, von der Torhüter Dubois sprach, endete damit, dass letztendlich Giovanni Sio mit Germano Vailati die Position tauschte, Frei und Aliji für die Norvartis spielten und so die Novartis Selection nicht nur den Ehrentreffer, sondern ganze sechs Tore erzielen konnte.

Auf die Frage, wann man aufgrund der jährlichen Leistungssteigerung gegen die Bebbi endlich gewinnen werde, entgegnete Andre Wyss mit einem Lachen: «Wahrscheinlich brauchen wir noch drei Jahre und die gütige Mithilfe des FCB.»

Abgeschlossen wurde der stimmige Morgen traditionsgemäss mit einem gemeinsamen Mittagessen mit der 1. Mannschaft, Vertretern des FCB und der Novartis.