Fussball

Ein Weitschusstor von Ardit Osmani bringt dem FC Liestal den 1:0-Sieg

Liestals Dusan Tasic (links) steigt höher als Dornachs Valdet Hylaj. Foto: Uwe Zinke

Liestals Dusan Tasic (links) steigt höher als Dornachs Valdet Hylaj. Foto: Uwe Zinke

Die Liestaler stoppen auf dem Gigersloch die zuletzt zweimal siegreichen Dornacher. Dabei dachten die Schwarzbuben schon, den Turnaround geschafft zu haben. In der ersten Halbzeit hätte Liestal eigentlich die Chancen für eine klarere Führung gehabt.

Dieses Fussball-Wochenende stand ganz im Zeichen der Derbys: Das Revierderby zwischen Schalke 04 und Borussia Dortmund, das Derby der Erzrivalen Real Madrid gegen Barcelona und auf regionaler Ebene das Duell zwischen dem SC Dornach und dem FC Liestal.

Beide Teams brauchten den Sieg

Die Ausgangslage war bei beiden Teams klar: Liestal brauchte den Sieg, um sich nicht nach unten orientieren zu müssen, und Dornach wollte die drei Punkte, um nach zwei Siegen aus den zwei letzten Spielen weiter auf der Siegeswelle reiten zu können. «Nach dem 4:1 gegen Laufen vor einer Woche dachte ich wirklich, dass wir den Turnaround geschafft haben», sagte Patrick Manz, Sportchef der Dornacher und ehemaliger Trainer der Liestaler. Aber Manz und seine Schützlinge mussten einen Dämpfer hinnehmen, denn der SCD ging als Verlierer vom Platz.

Ardit Osmani trifft perfekt

Ein Tor der Marke «Tor des Jahres» entschied die Partie zugunsten der Meo-Elf. Es war in der 33. Minute, als Ardit Osmani das runde Leder perfekt traf und den Ball im Lattenkreuz versenkte. Zu diesem Zeitpunkt hätten die Gäste aber bereits 2:0 führen müssen, denn Top-Scorer Hengel vergab innert kürzester Zeit zwei Grosschancen. Das war der grösste Makel im Spiel der Liestaler: die Effizienz. «Wir hätten zur Pause 3:0 führen müssen. An der Chancenverwertung müssen wir arbeiten», sah auch Enzo Meo, Trainer des FCL, ein.

Dornach findet nicht ins Spiel

Ansonsten konnte der Coach zufrieden sein. Seine Jungs liessen Dornach nie wirklich in dieses äusserst ruppige und zweikampfbetonte Spiel kommen, waren dominant und zeigten phasenweise schönen Kombinations-Fussball. In der zweiten Halbzeit war es nur noch Liestal, das Fussball spielte, Dornach hatte keine einzige ernsthafte Chance. «Es war ein ganz schlechtes Spiel von uns. Die Niederlage ist eine sehr grosse Enttäuschung», so der konsternierte Manz. Er weiss jedoch genau, was des Pudels Kern ist: Nach dem Abstieg Ende letzter Saison verliessen unzählige Spieler den Verein, das zwischenzeitliche Tief war ein Kader mit lediglich drei Männern. «Wir sind noch nicht stabil genug nach all diesen Wechseln», sagt Manz. Hinzu kommt, dass Liestal ein höheres Potenzial und vor allem individuell die besseren Spieler hat. Während Dornach ein gutes Kollektiv hat, haben die Baselbieter Spieler, die den Unterschied ausmachen können. «Vom Potenzial des FCL können wir nur träumen», attestierte Manz.

Stampfli und Yesil bringen Stabilität

Sein Pendant Meo war mit der Leistung seiner Elf, die durch die Rückkehr von Captain Joel Stampfli und Mittelfeld-Akteur Murat Yesil unübersehbar an Stabilität und Sicherheit zurückerlangte, sehr zufrieden: «Was mir besonders gefallen hat, ist, dass die Jungs sehr solidarisch waren. Jeder ist für jeden gelaufen, hat bis zum Ende gekämpft und wollte dieses schwierige Spiel unbedingt gewinnen.»

«Ein spezielles Spiel»

Nach dem Schlusspfiff lagen sich die Liestaler in den Armen, feierten den Sieg, als hätte man gerade einen Titel gewonnen. «Es war ein ganz spezielles Spiel», so Meo. Ein spezielles Spiel, einzigartig, wie ein Derby eben sein muss.

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