Laufsport
Ein Zermürbungskampf mit einem klarem Sieger

Der 31-jährige Manuel Völlmin aus Ormalingen setzte sich am kantonalen Meisterschaftslauf in Diegten durch und ist frischgebackener Geländelaufmeister. Bei den Frauen gewann die Oberwilerin Noemi Reber Urban mit klarem Vorsprung.

Ulrich Fluri
Drucken
Teilen
Start zum Hauptrennen über 9 Kilometer.
4 Bilder
Kantonaler Geländelauf Dietgen
Mit 36 Sekunden Vorsprung im Ziel: Manuel Völlmin.
Erbitterte Kämpfe auch in den Schülerkategorien.

Start zum Hauptrennen über 9 Kilometer.

Ulrich Fluri

Was 1931 unter dem Namen «Baselbieter Waldlauf» im Prattler Hardwald seinen Anfang nahm, entwickelte sich in einer lebhaften Geschichte zum kantonalen Geländelauf beider Basel und ist die älteste Laufveranstaltung im Baselbiet. Dieser Meisterschaftslauf mit den begehrten Titelkämpfen um Gold, Silber und Bronze wurde in seiner 82. Auflage am Samstag nun bereits zum zwölften Mal vom SC Diegten tadellos organisiert.

Für die meisten der knapp über 300 Läuferinnen und Läufer war der Start im prächtigen Laufgelände Buchholz ob Diegten eine erste Standortbestimmung nach dem Wintertraining. Dabei kam bei guten äusseren Bedingungen auf den Kurzdistanzen in den grossen Teilnehmerfeldern der Schülerkategorien traditionell am meisten Stimmung auf, derweil das Hauptrennen über 9 Kilometer mit 30 Startern unter den Erwartungen blieb.

Härtetest für den Marathon

Im gemischten Feld des 3-Kilometer-Rennens gebührt die Krone uneingeschränkt dem 18-jährigen Michiel Zersenay. Der Läufer vom TV Riehen lief als Sieger der Kategorie Männliche Jugend A seine höher eingestuften Konkurrenten der Männer-Hauptklasse in Grund und Boden und kam in 09:39 mit einem Vorsprung von 36 Sekunden ins Ziel. Erbitterter Zermürbungskampf dann im 9 Kilometer langen Hauptrennen.

Auf dem dreimal zu laufenden selektiven Rundkurs setzte sich bereits kurz nach dem Start der 31-jährige Manuel Völlmin aus Ormalingen zusammen mit Paul Gfeller aus Sumiswald resolut an die Spitze. Während Völlmin seinen um 23 Jahre älteren Widersacher immer in den Steigungen leicht zu distanzieren vermochte, schaffte der zähe Waffenläufer aus dem Emmental in den abfallenden Passagen jeweils den Anschluss wieder.

Eine giftige Tempoverschärfung kurz vor der letzten Zielpassage konnte Gfeller aber dann nicht mehr kontern so dass sich der Oberbaselbieter Völlmin in 34:23 mit 31 Sekunden Vorsprung verdient die Goldmedaille holte. «Das Rennen war geprägt von vielen Tempointervallen, und die waren ein idealer Härtetest für den kommenden Marathon in Freiburg», so die Analyse des Siegers. Im Wettkampf der Frauen setzte sich die Oberwilerin Noemi Reber Urban in 43:10 überlegen vor Irène Strub aus Tenniken durch.

Aktuelle Nachrichten