Dass der Vergleich zwischen Neuenburgern und Unterbaselbieter eine reine Formsache sein würde, konnte man anhand der Wettquoten sehen. Ein internationaler Anbieter setzte für einen Sieg der Gastgeber eine Quote von 1.01 – tiefer geht es nicht mehr.

In den ersten Halbzeit hielten die „Wings“ punktemässig gut mit. Zu verdanken war die namentlich ihrem Topskorer Murphy Burnatowski, der im ersten Viertel sagenhafte 15 Punkte erzielte. Der Kanadier wäre auf dem Weg zu einer Liga-Bestmarke gewesen… doch der Gastgeber, vom ehemaligen Nationaltrainer Manuel Schmitt trainiert, nahm Burnatowski ab der 11. Minute aus dem Spiel. Und damit war die einzige Siegesoption der Gäste erloschen.

Zwei Klassen besser

Der Rest war ein Spielen und Spielen lassen, wobei Union leicht(er) punktete, viel besser reboundete (42:28) und aufgrund des Spielermaterials schlicht um zwei Klassen besser ist. Nach der Halbzeit blieben die Starwings in jedem Viertel sechs Minuten ohne Korberfolg – es war im Aufbau keine Linie zu erkennen und die Wurfquote sank mit jeder Minute.

Wenn man in Betracht zieht, dass bei den Romands mit Babacar Touré ein sicherer 20-Punkte-Mann, der auch 17 Rebounds holt und mit Abstand die beste Evaluation aller Nationalliga-A-Ausländer hat, fehlte, so kann man erahnen, wie gross die Differenz zwischen einem Titelkandidaten und dem besten Deutschschweizer Basketball-Klub ist. Viel wichtiger wird es für die Equipe von Cheftrainer Roland Pavloski sein, in einer Woche zuhause gegen Massagno zu gewinnen. Mit einem 5-Zähler-Sieg hätte man Platz 6 auf sicher und könnte in der dritten, einfachen Runde gegen Massagno, Boncourt und die beiden Aufsteiger Luzern und Winterthur zuhause spielen, wo eher Siege zu holen sind.