Badminton
Eine bittere Niederlage gegen die früheren Teamkollegen

Der SC Uni Basel verliert im NLA-Interclub gegen Team Argovia, den direkten Konkurrenten im Kampf um einen Playoffplatz, mit 3:5. Christian Kirchmayr trat in dieser Begegnung gegen sein früheres NLA-Team an.

Fabio Baranzini
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Basels Christian Kirchmayr musste gegen seine ehemaligen Teamkameraden spielen.

Basels Christian Kirchmayr musste gegen seine ehemaligen Teamkameraden spielen.

Kenneth Nars

Für Christian Kirchmayr war es eine spezielle Partie: Die Nummer drei des SC Uni Basel (Rang 5) traf gestern Nachmittag mit seinen Mannschaftskollegen auf Tabellennachbar Team Argovia (6.). Also auf das Team, mit dem Kirchmayr vor zwei Jahren den Meistertitel in der höchsten Schweizer Spielklasse gewonnen hatte.

«Es ist ein spezielles Gefühl, hierher zurück zu kehren. Ich kenne die meisten Leute im Publikum, genauso wie die Mitglieder des Vereins und viele Spieler», sagt Kirchmayr. Es fühle sich im Hinterkopf fast schon etwas falsch an, wenn er plötzlich gegen seine ehemaligen Teamkollegen fanen würde, so der 21-Jährige weiter.

Dass Christian Kirchmayr vor zwei Jahren von Argovia zu Uni Basel gewechselt hatte, war jedoch ein logischer Entscheid. «Uni Basel ist mein Heimclub. Ich spielte dort bereits in der Nati B, doch wir verpassten den Aufstieg zwei Mal knapp. Daher wechselte ich zu Argovia. Es war für mich aber klar, dass ich irgendwann wieder für Uni Basel spielen werde», erklärt der Therwiler.

Souveräner Einzelsieg

Gegen seine ehemaligen Teamkollegen wollte sich Christian Kirchmayr natürlich von seiner besten Seite präsentieren. Und der Badmintonprofi war gefordert, denn sein Team lag mit 1:3 im Hintertreffen, als er das Feld für sein Einzel gegen Joel König betrat. Ins Duell mit seinem Trainingskollegen startete Kirchmayr als Favorit. Nicht nur, weil er im Ranking vor König liegt, sondern auch weil seine Form stimmt.

Die letzten sechs Einzelpartien im Interclub hat er allesamt gewonnen und dabei unter anderem den amtierenden Schweizer Meister und Vize-Schweizer-Meister geschlagen. Seiner Favoritenrolle wurde Kirchmayr dann auch gerecht. Er gewann souverän mit 21:16, 21:12.

Entscheidendes Doppel verloren

Damit holte er den zweiten Punkt für den SC Uni Basel, der zuvor einzig im Frauendoppel dank Sanya Herzig und Marion Gruber zu punkten vermochte. Weil aber die junge Michelle Schaer in der Zwischenzeit ihr Einzel trotz zwei Matchbällen gegen Ayla Huser verloren hatte, lag für die Basler maximal ein Unentschieden drin. Dank dem Sieg im Mixed durch das Duo Herzig/Penty wahrten sie sich diese Chance bis zum abschliessenden Männerdoppel.

Roger Schmid (vorne) und Joel Gayle holten sich souverän den zweiten Punkt für Team Argovia.
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Uni Basels Doppel Marco Martucci (hinten) und Luka Petric blieben chancenlos.
Team Argovias Nummer 1 Beryno Wong überzeugte gegen Uni Basel.
Team Argovias Nummer 1 Beryno Wong überzeugte gegen Uni Basel.
Toby Penty, die Nummer eins von Uni Basel, hatte gegen das Team Argovia das Nachsehen.

Roger Schmid (vorne) und Joel Gayle holten sich souverän den zweiten Punkt für Team Argovia.

Fabio Baranzini

Und in diesem musste Christian Kirchmayr an der Seite des 45-jährigen Routiniers Rémy Matthey de L’Etang ran. Trotz einer engagierten Leistung mussten sich die beiden Basler mit 16:21, 18:21 geschlagen geben.

Damit resultierte eine unglückliche 3:5-Niederlage gegen den direkten Konkurrenten im Kampf um einen Playoffplatz. Besonders bitter war die Niederlage, weil Luka Petric - der slowenische Profispieler in den Reihen der Basler - krankheitshalber nicht fit war und zwei Partien verlor.