Handball
Eine gelungene Premiere für den Aufsteiger Leimental in der zweithöchsten Liga

Die Frauen des HSG Leimental spielen erstmals in der zweithöchsten Liga. Und das erfolgreich: Das Team hat den Ligaerhalt so gut wiegeschafft. Der Klub möchte für die weiteren Jahre weiter den Nachwuchs in der Region fördern und integrieren.

Yvonne Stampfli
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Erfolgreich gewehrt: Sarah Symanzik (r.) hält mit Leimental die Klasse.

Erfolgreich gewehrt: Sarah Symanzik (r.) hält mit Leimental die Klasse.

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Den Leimentalerinnen bleibt in der Entscheidungsrunde der Swiss Premium League 2 noch ein Spiel – gegen Malters. Als Aufsteigermannschaft haben sich das Team von Trainer Michel Zbinden gut gehalten. Wenn nicht alle Stricke reissen, dann spielen sie auch nächstes Jahr in der zweithöchsten Handballliga.

«Wir spielten in einigen Situationen sehr gut»

Dies sieht auch Michel Zbinden so. Auf einer Skala von null bis zehn entscheidet er sich für eine sechs bis sieben zur Saison mit der Begründung: «Wir spielten in einigen Situationen sehr gut, wir konnten unsere Leistung aber nicht immer abrufen und unser Potenzial ausschöpfen.»

Wichtig sei aber den Ligaerhalt zu erkämpfen, dies sei mit grosser Wahrscheinlichkeit gelungen. HSG müsste mit über 15 Toren verlieren, während Willisau ihr Spiel mit 20 Toren Differenz gewinnen müsste. Im Herbst lautete die Zielsetzung noch ein Mittelfeldplatz. Dazu reichte es nicht ganz. Wohlen ist als einziges Team mit drei Punkten abgeschlagen auf dem letzten Platz. «Hier gibt es keine geschenkten Spiele, im Vergleich zum letzten Jahr konnten wir ein Spiel noch in den letzten 15 Minuten drehen», erklärt Zbinden den Unterschied zwischen der ersten Liga und der Swiss Premium League 2.

Den Nachwuchs in der Region fördern und integrieren

Ende der Saison ist auch immer vor einer Saison. Grundsätzlich bleibt das Team zusammen. Zwei bis drei Spielerinnen verlassen den HSG aus beruflichen Gründen. Zbinden hofft, wieder einige junge Spielerinnen aus eigenem Nachwuchs integrieren zu können.

Eine Spielerin der U17 hatte bereits in dieser Saison einige Einsätze gehabt, drei weitere trainieren einmal wöchentlich mit der ersten Mannschaft. Für die kommenden Jahre möchte man weiter den Nachwuchs in der Region fördern und integrieren. «Es gibt weder vom Team noch vom Verein Druck, um einen weiteren Aufstieg anzupeilen», sagt der Übungsleiter.

Jürg Müller vermutlich Nachfolger

Das letzte Spiel, welches am Samstag um 16 Uhr in Binningen Spiegelfeld stattfindet, gegen die Luzerner, wird ein spezielles, denn es wird das letzte sein für Michel Zbinden, der vier Jahre die Mannschaft als Trainer als auch als Coach zur Seite gestanden ist. Als Nachfolger prüft man zurzeit die letzten Optionen. Mit grosser Wahrscheinlichkeit kommt er mit Jürg Müller ebenfalls aus den eigenen Reihen.

«Wir haben das erste Spiel der Saison gewonnen, also will man auch das letzte wieder gewinnen und so den Kreis schliessen», hofft Michel Zbinden. Die erste Begegnung gewannen die Leimentaler in Brühl mit 30:25. Es wird sich zeigen, ob das Team gleich abschliesst, wie es begonnen hat.