Eine gut besuchte Generalversammlung des Basellanschaftlichen Kantonal-Schwingerverbands war ein Zeichen dafür, dass die Traktanden das Interesse aller wecken konnten. Urs Lanz begrüsste die Stimmberechtigten und zeigte einen Rückblick auf sein drittes Amtsjahr.

Sein Jahresbericht war voll des Lobes für das Engagement der Technischen Leiter Meinrad Spiess und Reto Schmid. Beide wussten mit kreativen Trainingsmethoden die Schwinger zu begeistern.
Urs Lanz hielt fest, dass es gelungen ist, die Öffentlichkeit durch vielfältige Medienberichte auf unser Nationalspiel aufmerksam zu machen. Die Wirkung war spürbar: Sämtliche Schwingfeste waren überaus zufriedenstellend besucht. Dem gewichtigen Ziel, Nachwuchs in den Schwingkeller zu bekommen, kamen die Klubs stets näher; sie alle konnten nach dem Eidgenössischen Werbetag mehr Jungschwinger betreuen. Der Bestand von 70 Jungschwingern, was einer Zunahme von 23 Prozent oder 13 neuen Nachwuchsschwingern gleichkommt ist das Ergebnis einer intensiven Betreuung der Jungsportler durch die Klubs, zudem setzt der Jungschwingerwettbewerb auch künftig interessante Anreize.

Am ENST in Aarburg kämpften 7 Nachwuchsschwinger aus dem Baselbiet; ein Drittel des Kontingents des NWSV. 55 Aktive schwingen aktuell fürs Baselbiet, 1426 Mitglieder gehören dem BLKSV an.
Die erfolgreichsten Aktiven sind Roger Erb und Marc Stoffel mit je 4 Kränzen; Manuel Hasler heisst der Neukranzer.
Der BLKSV stellt 22 Kampfrichter. Die Chancen, dass ein Baselbieter am Eidgenössischen in Estavayer-le-Lac im Einsatz stehen wird, sind gross. 

Was bisher geschah und was das Ziel ist

Nach dem Aufsuchen von möglichen Festorten drängte sich die Gemeinde Aesch 2014 als einziger möglicher Austragungsort im Baselbiet auf. Sämtliche Landbesitzer wurden schriftlich vorinformiert. An der GV 2014 sagte ein überwältigendes Mehr Ja zur Machbarkeitsstudie. Diverse Gespräche zwischen dem Sportamt Basel-Landschaft, dem Regierungsrat und dem Kantonalvorstand wurden geführt. 

Der Regierungsrat entschied, dass CHF 100 `000.- aus dem Sportfonds für eine Machbarkeitsstudie zur Verfügung gestellt werden. Das Gespräch mit dem Eidgenössischen Schwingerverband hatte zur Folge, dass zur Vorprüfung betreffend das Eidgenössische eine Expertengruppe ins Baselbiet eingeladen wurde. Die Experten beurteilten Aesch als Austragungsort positiv, dies bezüglich der Lage und Erreichbarkeit des Festgeländes. Urs Lanz informierte die Mitglieder des Kantonalvorstands und alle Klubpräsidenten über das bisherige Vorgehen. Stand heute: Es sollen Gruppen für die Bereiche Finanzen/Sicherheit/Verkehr/Gastronomie und Infrastruktur aus Mitgliedern des BLKSV gebildet werden, wobei eine berufliche Verbundenheit mit den jeweiligen Spezialgebieten wünschenswert ist. 

Die Protagonisten definieren folgendes Ziel: Ende September 2016 sollte die Machbarkeitsstudie erstellt sein. An der GV 2016 soll darüber abgestimmt werden, ob weitere Schritte in Betracht gezogen werden können. Nur wenige Rückäusserungen seitens der Versammlungsmitglieder waren zu vernehmen. Diese lösten keine Diskussion aus, sie wurden schlicht zur Kenntnis genommen. Bemerkungen kritischer Art in Bezug auf den Standort Aesch zielten auf die Punkte Verkehr und Ökologie; Einsprachen, welche bereits im Vorfeld angemeldet worden sind; Kapazitäten für den Bau, denn ohne genügend Einsatzkräfte der Armee ist ein Stadionbau dieses Ausmasses unmöglich.