Der Vergleich der beiden Erzrivalen hatte einen Protagonisten: Jan Velte (37), der grosse, ewig-junge Mann des deutschen Rollhockeys, entschied die Partie mit zwei Toren innert 100 Sekunden. Velte, der auch die «Ikone des Deutschen Rollhockeys» genannt wird, unterstrich damit seine Torgefährlichkeit.

Gäste mit zwingenderen Chancen

Es kommt selten vor, dass es nach 30 Minuten noch torlos steht. Beide Teams konnten sich auf starke Torhüter verlassen, die mit bravourösen Paraden jeden noch so wuchtigen Schuss entschärften. Und weil die verteidigende Mannschaft meist den Abpraller sicherte, war spürbar, dass Basel gegen Weil am Rhein eine zwar sehr intensive, aber auch torarme Partie werden würde. Der Gast wirkte in seinen Aktionen gefährlicher.

Unter den Augen der ehemaligen Basler Koryphäen Christian Kern, Marcel Grether und Sascha Seglias sowie dem legendären Ex-National- sowie RS-Basel-Trainer Fernando Da Silva, entwickelte sich eine spannende, hart umkämpfte Partie. Die Weiler konnten zweimal in Führung gehen – das Glück der Gastgeber war, dass sie auf den 0:1-Rückstand sofort reagieren konnten und der Franzose Jérôme Lafourcade, auf Pass von Spielertrainer Tobias Mohr, umgehend den Ausgleich erzielen konnte.

Velte drehte auf

Die erneute Führung der Deutschen durch den katalanischen Filigrantechniker Ferran Guimerà Ferrer, schien die Entscheidung zugunsten des RSV zu bedeuten. Aber Velte wurde seinem Zusatz «Oldie, but Goldie» gerecht. Mit zwei Treffern, davon einem Backhand-Schuss, sorgte er an der Tabellenspitze für einen Zusammenschluss.

Nach Verlustpunkten liegt nun der kecke Neuling RHC Basel sogar einen Zähler vor dem Ex-Leader Weil am Rhein. Gut möglich, dass sich beide Teams in den Playoffs wieder begegnen werden – in der Qualifikationsphase hat Basel jedenfalls beide Duelle gegen den Nachbarn aus Deutschland für sich entschieden.