Unihockey

Eine Niederlage, die keinen lange schmerzt

Arlesheims Claude Schmidlin (in Weiss) wird von zwei Tessinern in die Zange genommen. michel sutter

Arlesheims Claude Schmidlin (in Weiss) wird von zwei Tessinern in die Zange genommen. michel sutter

Arlesheim ist im Kampf um den NLB-Meistertitel aus Futsal geschieden. Trotzdem ist man hoch zufrieden mit der Saison: Die Baselbieter sind in die Nationalliga A aufgestiegen.

«Das war sozusagen unser Bonusspiel», sagt René Sahli, Coach, Spieler und Gründer des Futsal-Teams des FC Arlesheim. Damit meint er die Halbfinalpartie gegen Lugano im Kampf um die NLB-Meisterschaft. Viereinhalb Minuten fehlten den Baselbietern zur Überraschung. Bis zu diesem Zeitpunkt führten sie gegen die favorisierten Tessiner mit 1:0 nach einem Tor von Marco Limonio. Doch dann glichen die Tessiner aus. Eine Minute später erzielten sie das 2:1. Luganos drittes Tor eine Minute vor dem Ende besiegelte die Niederlage.

Enttäuscht ist man beim FCA ob des Ausscheidens aber nicht. «Wir gingen davon aus, dass der Gegner stärker auftreten würde, und erwarteten Druck», sagte René Sahli, «dass wir in Führung gingen, war überraschend.» Auch dass man in den letzten fünf Spielminuten drei Gegentreffer kassierte, ist für ihn kein Grund, Trübsal zu blasen: «Im Futsal kann es eben sehr schnell gehen.» Er kann der Niederlage gar Positives abgewinnen. «In Bezug auf Taktik und Disziplin haben wir unser bestes Saisonspiel abgeliefert.»

Der Aufstieg steht länger fest

Die Arlesheimer stehen als Aufsteiger in die Nationalliga A fest. Vor Wochenfrist gewannen sie das Aufstiegsspiel gegen Nyon mit 6:5. Ein schöner Erfolg für den Verein, der erst seit zwei Jahren ein Futsal-Team hat. «Wir hatten uns für diese Saison nichts vorgenommen», sagt Sahli. «Natürlich hofft man, dass man aufsteigt, aber damit gerechnet haben wir nicht. Es hat eben alles gepasst.»

Die Saison in der Nationalliga A wird aller Voraussicht nach nicht einfach werden. Zwar haben die Baselbieter erfahrene Futsal-Spieler. Doch ein halbes Dutzend Spieler spielen auch für die 3.-Liga-Mannschaft des FC Arlesheim auf dem Rasen. Ob sie in beiden Mannschaften spielen können wie bisher, ist fraglich. Darüber wird der Verein in den kommenden Monaten beraten. «Wir müssen eine Lösung finden, die für alle stimmt», sagt Sahli, «vielleicht werden wir auch noch neue Spieler holen.»

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