Die Enttäuschung ist ihr anzusehen: In der ersten Runde die Nummer vier des Turniers ausgeschaltet, ausgezeichnet gespielt, gekämpft, und trotzdem bedeutet der Viertelfinal des internationalen U16-Turniers in Biel für Danielle Spielmann Endstation. Ausgerechnet Landsfrau Chiara Volejnicek, welche die Riehenerin auch schon bezwingen konnte, bewies sich in der Runde der letzten acht als zu starke Kontrahentin. 

«Die Enttäuschung über das Ausscheiden ist im ersten Moment natürlich gross. Doch wenn ich das ganze Turnier betrachte, kann ich mit meiner Leistung zufrieden sein», bilanziert Spielmann.  Die Swiss Tennis Junior Trophy war für die 15-Jährige bereits das achte internationale Turnier in diesem Jahr. Neben Biel erreichte das Tennistalent auch in Oberentfelden und in Barcelona die Viertelfinals. Vor allem die Leistung in Barcelona ist ihr hoch anzurechnen, war es doch das erste internationale U18-Turnier, welches Spielmann bestritt. 

Die nächste Patty Schneider?

Wächst da etwa die nächste Patty Schnyder heran? «Der Weg an die Spitze ist noch sehr lang», so Spielmann und fügt an: «Aber eines Tages will ich zu den besten zehn Tennisspielerinnen der Welt gehören. Auf dieses Ziel arbeite ich täglich hin.» Wenn Spielmann gerade nicht am Trainieren ist, besucht sie in Basel das Gymnasium Bäumlihof. Obschon sie da einer Sportklasse angehört, ist die Belastung mit Tennis und Schule sehr gross: «Ich habe es sehr streng und habe gemerkt, dass es so nicht weitergehen kann», so die N4-Spielerin, die sich mit dem Gedanken eines Fernstudiums befasst, um sich ein wenig zu entlasten. 

Danielle Spielmann begann mit dem Tennis vergleichsweise spät. Erst vor fünf Jahren hatte sie zum ersten Mal ein Racket in der Hand. Davor war sie eine erfolgreiche 1000-m-Läuferin. «Eines Tages sagte ich mir, ich will nicht bis 30 im Kreis herumrennen», so der grosse Fan von Roger Federer. Erst fünf Jahre gespielt und bereits die Nummer 67 der Schweiz. Da kann man gespannt sein, wo Danielle Spielmann in fünf Jahren steht, wenn sie sich weiter so rasant entwickelt. Das Ziel fürs nächste Jahr ist für sie klar: «Ich will endlich einmal den Viertelfinal an einem internationalen Turnier überstehen und weiter Erfahrungen sammeln.»